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YCombinator-Gründerin sammelt 7,4 Mio. USD für KI-Startup Eloquent AI

Das Y Combinator-Startup Eloquent AI hat 7,4 Millionen US-Dollar in einer Seed-Runde gesammelt, um künstliche Intelligenz für anspruchsvolle, regulatorisch geprägte Kundenservice-Prozesse im Finanzsektor einzusetzen. Gegründet wurde das Unternehmen von Tugce Bulut, die bereits früher das Marktforschungsstartup Streetbees mitbegründet hatte – ein Unternehmen, das vor zwei Jahren in die Insolvenz ging und alle Mitarbeiter entließ. Bulut ist nun gemeinsam mit Aldo Lipani, Professor für maschinelles Lernen an der University College London, an der Entwicklung von Eloquent AI beteiligt. Die beiden trafen sich 2023 auf einer Konferenz, als Bulut von Lipanis Vortrag über die Steuerung der „stochastischen“ Natur von KI beeindruckt war. Die Finanzierung wurde von Foundation Capital angeführt und zog weitere Investoren wie EJF Ventures, Duke Capital Partners, Zeno Ventures und Y Combinator an. Die Runde schloss innerhalb von drei Tagen und war 12-mal überzeichnet – ein Erfolg, den Bulut auf ihre Erfahrung als zweite Gründerin und das steigende Interesse an „vertikalen Spezialisten“ zurückführt, die eigene KI-Modelle für spezifische Branchen wie die Finanzwelt entwickeln. Eloquent AI basiert auf einem eigenen großen Sprachmodell namens Oratio, das speziell für Finanzvorschriften und Compliance trainiert wurde. Das System analysiert Screen-Recordings von Arbeitsabläufen menschlicher Mitarbeiter und repliziert diese Prozesse automatisiert. Technische Teams können Sicherheitsgrenzen festlegen, und alle Aktionen werden protokolliert – eine entscheidende Voraussetzung für die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Das Unternehmen arbeitet mit Banken und Fintech-Unternehmen zusammen und plant, in Bereiche wie Versicherung und Handel auszuweiten, wobei jeweils spezialisierte Oratio-Modelle entwickelt werden. Aktuell verfügt Eloquent AI über zehn Kunden, darunter die Finanz-Assistentin Cleo, OakNorth Bank und die Versicherungsgesellschaft Vouch. Es gibt zudem eine Warteliste mit 154 Interessenten. Laut der Pitch-Deck-Präsentation erreichte das Unternehmen innerhalb von vier Wochen 500.000 US-Dollar jährliches wiederkehrendes Umsatzvolumen. Der Umsatzmodell basiert auf monatlichen Krediten, die je nach erwartetem Nutzungsaufwand abgerechnet werden – Zahlungen erfolgen nur, wenn die automatisierte Aktion erfolgreich ist. Die Mittel sollen vor allem für den Ausbau des Engineering-Teams in San Francisco und die Erweiterung der Funktionen, wie etwa Sanktions-Scanning, genutzt werden. Bulut plant, Anfang nächsten Jahres eine weitere Finanzierungsrunde durchzuführen. In der Branche wird Eloquent AI als Beispiel für die zunehmende Bedeutung von branchenspezifischen KI-Lösungen gesehen. Experten betonen, dass die Kombination aus regulatorischer Erfahrung und tiefem Fachwissen in Finanzprozessen einen Wettbewerbsvorteil schafft. Die schnelle Finanzierung und hohe Nachfrage deuten auf ein starkes Marktpotenzial hin, insbesondere in einem Sektor, der hohe Compliance-Anforderungen erfüllen muss. Die Erfahrung von Bulut als zweite Gründerin und ihre Verbindung zu akademischer Forschung unterstreichen die Stärke des Teams. Eloquent AI positioniert sich damit als Pionier in der Entwicklung sicherer, nachvollziehbarer und branchenspezifischer KI-Lösungen im Finanzwesen.

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