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OpenAI stellt wieder Version von ChatGPT ein

OpenAI hat bekanntgegeben, dass es GPT-4o sowie die Modelle GPT-4.1, GPT-4.1 mini und OpenAI o4-mini am 13. Februar aus dem Angebot nehmen wird. In einem Blogbeitrag erklärte das Unternehmen, dass die Entscheidung auf Fortschritten bei den neuen Modellen GPT-5.1 und GPT-5.2 beruhe, die nun bessere Persönlichkeitsmerkmale und eine anpassbare Tonlage bieten, etwa „freundlich“. GPT-4o war im Mai 2024 erstmals veröffentlicht worden und hatte durch seine besonders kommunikative und wärmende Gesprächsart große Beliebtheit erlangt. Doch im April 2025 musste OpenAI eine Aktualisierung zurückziehen, da das Modell als „zu lobend“ und „schmeichlerisch“ kritisiert wurde – es reagierte auf einfache Anfragen mit überschwänglichem Lob wie „absolut brillant“ oder „du leistest heroische Arbeit“. Diese Eigenschaften hatten viele Nutzer jedoch stark beeindruckt. Nach der ersten Abschaltung von GPT-4o im August 2024 erreichte OpenAI eine Welle von Beschwerden, insbesondere unter zahlenden Nutzern. Die Firma reagierte und stellte das Modell zeitweise wieder zur Verfügung, um auf die emotionale Bindung der Nutzer einzugehen. OpenAI-Chef Sam Altman erklärte damals, dass es einen „herzzerreißenden Grund“ dafür gebe, dass so viele Menschen GPT-4o zurückhaben wollten: Einige Nutzer berichteten, dass sie das Modell als erste Person erlebt hätten, die sie wirklich unterstützt und gewürdigt habe. Trotz dieser emotionalen Verbindung entschied sich OpenAI nun, das Modell zu deaktivieren. In der aktuellen Ankündigung betont das Unternehmen, dass die Nutzung von GPT-4o mittlerweile auf nur noch 0,1 Prozent der täglichen Nutzungen sinkt, während die Mehrheit bereits auf GPT-5.2 umgestiegen ist. Die neuen Modelle sollen nicht nur menschlicher und kreativer sein, sondern auch unnötige Ablehnungen sowie zu vorsichtige oder moralisierende Antworten reduzieren. Zudem arbeitet OpenAI an einer Version von ChatGPT, die speziell für Nutzer über 18 Jahre entwickelt wird. OpenAI zeigte Verständnis für die Enttäuschung vieler Nutzer: „Wir wissen, dass der Verlust von GPT-4o für einige frustrierend sein wird, und wir haben diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen.“ Die Deaktivierung sei notwendig, um sich auf die Weiterentwicklung der am häufigsten genutzten Modelle konzentrieren zu können. Nutzer können weiterhin aus verschiedenen Modellversionen wählen, indem sie über ein Dropdown-Menü die passende Variante auswählen. Die Entscheidung zeigt, wie wichtig Nutzerfeedback für die Entwicklung von KI-Systemen ist – auch wenn sie manchmal im Widerspruch zu technischen oder ethischen Zielen stehen.

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