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Gen Z: Aufgaben statt Titel, AI nutzen, Zukunft schaffen

David Kostin, langjähriger Partner und Chef-US-Aktienstratege bei Goldman Sachs, hat im Rahmen seiner letzten Auftritts auf „Goldman Sachs Exchanges“ jungen Berufseinsteigern aus der Generation Z wertvolle Karriereberatung gegeben. Mit dem Ende seiner Laufbahn im Jahr 2024 blickt er zurück auf eine Karriere, die 1994 begann und geprägt war von tiefen Einblicke in globale Finanzmärkte, institutionelle Investoren und die Dynamik von Marktbewegungen. Sein zentrales Ratschlag lautet: Verstehe, wie deine täglichen Aufgaben zum Gesamterfolg des Unternehmens beitragen. „Denke darüber nach, welche Rolle du spielst und wie sie in das größere Geschäftsmodell passt“, sagte er. Nur wer sein eigenes Wirken im Kontext der Unternehmensstrategie versteht, kann seine Entwicklung bewusst gestalten und sich an Veränderungen anpassen. Kostins Ansatz beruht auf einem tiefen Verständnis von Kundenbedürfnissen, Marktmechanismen und der Schnittstelle zwischen Analyse und Entscheidungsfindung – Fähigkeiten, die sich nicht durch Technologie ersetzen lassen. Während Künstliche Intelligenz viele Routineaufgaben übernimmt, bleibt menschliche Urteilskraft entscheidend. James Ransom von der University College London betont, dass Gen Z auf Titel verzichten und stattdessen auf Aufgaben fokussieren sollte, die AI nicht beherrscht: Urteilskraft, Überwachung, Führung und Überzeugungskraft. Diejenigen, die AI effektiv steuern und messbare Wirkung erzielen, werden sich abheben. Ethan Mollick von der Wharton School geht einen Schritt weiter: Da AI-Fähigkeiten rasch veralten, empfiehlt er, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren – was man einzigartig gut kann – und AI die restlichen Aufgaben zu überlassen. Dieses Prinzip der „Task Distribution“ erfordert nicht nur Fachwissen, sondern auch die Fähigkeit, AI-Ausgaben zu bewerten, klare Anweisungen zu geben und interdisziplinäres Wissen, auch aus den Geisteswissenschaften, zu integrieren. Quentin Nason, ehemaliger Managing Director in der Investmentbanking-Sparte, warnt vor der Verfolgung veralteter Karrierewege. Mit dem Rückgang von Graduiertenprogrammen in traditionellen Finanzzentren wie New York oder London rät er jungen Menschen, sich auf zukunftsträchtige Technologien wie Automatisierung, Blockchain, Roboter und Drohnen zu konzentrieren. „Verfolge nicht die Jobs von gestern, sondern die von morgen“, so sein Credo. Insgesamt zeigt sich, dass der Erfolg für junge Berufseinsteiger nicht mehr in Titeln oder klassischen Karrierewegen liegt, sondern in der Fähigkeit, sich im Spannungsfeld zwischen menschlicher Intelligenz und KI zu positionieren – mit tiefem Verständnis, flexibler Anpassung und strategischem Blick auf die Zukunft.

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