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OpenAI: Milliarden-Deals treiben KI-Boom an

Die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz treibt eine globale Infrastruktur-Explosion voran, bei der Unternehmen wie OpenAI, Nvidia, Oracle, Microsoft und Meta Milliardenbeträge in Rechenzentren, Chips und Energieversorgung investieren. OpenAI, das durch seine Partnerschaft mit Microsoft im Jahr 2019 den Startschuss für die aktuelle KI-Revolution gab, hat nun mit Nvidia eine bahnbrechende Vereinbarung abgeschlossen: Ein Investitionsvolumen von 100 Milliarden Dollar, bei dem Nvidia nicht nur Anteile erhält, sondern auch laufende Einnahmen aus der Nutzung von OpenAI-Produkten erzielt. Zuvor hatte OpenAI bereits eine 350-Millionen-Dollar-Beteiligung an CoreWeave erworben, während Oracle rund 40 Milliarden Dollar für Nvidia-Chips zur Errichtung des Stargate-Datenzentrums bereitgestellt hat. Diese Projekte sind Teil eines riesigen Wettlaufs, bei dem die Nachfrage nach Rechenleistung bis 2030 auf 200 Gigawatt steigen könnte – was jährlich etwa 500 Milliarden Dollar an Investitionen erfordern würde. Laut Bain & Company fehlen dafür jedoch jährlich 800 Milliarden Dollar an erwarteten Umsätzen, da KI-Unternehmen insgesamt 2 Billionen Dollar jährlich erwirtschaften müssten, um die Kosten zu decken. Sam Altman, CEO von OpenAI, rechtfertigt die hohen Ausgaben mit dem Vergleich zur frühen Internet-Ära: „Dies ist das, was nötig ist, um KI zu liefern“, sagte er gegenüber CNBC. Er betont, dass die Infrastruktur für KI-Systeme deutlich komplexer sei als bei früheren Technologien. Auch CFO Sarah Friar unterstreicht, dass technologische Boomphasen immer mit mutigen Investitionen verbunden seien – wie damals beim Aufbau des Internets. Doch Kritik wächst. Peter Boockvar von One Point BFG Wealth Partners warnt vor einem „beunruhigenden Signal“, da die Summen deutlich größer seien als bei der Dotcom-Blase der 1990er Jahre. Er betont, dass die Unternehmen nun enorme Gewinne erzielen müssten, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen und Investoren zu entschädigen. Auch die Umweltauswirkungen sind besorgniserregend: Meta plant, bis 2028 insgesamt 600 Milliarden Dollar in US-Infrastruktur zu stecken, darunter zwei riesige Rechenzentren – Hyperion in Louisiana mit einem Kernkraftwerk und Prometheus in Ohio mit Erdgasantrieb. Elon Musks xAI-Betrieb in Tennessee hat bereits als einer der größten Schadstoffemittenten der Region fungiert. Ein besonders ambitioniertes Projekt ist Stargate, eine von SoftBank, OpenAI und Oracle gemeinsam initiierte Initiative, die mit einer 500-Milliarden-Dollar-Investition für die USA angekündigt wurde. Obwohl der Plan nach Trumps zweiter Amtszeit gestartet wurde und mit großem Hype verbunden war, geriet das Projekt ins Stocken. Konflikte zwischen den Partnern und fehlende Finanzierungsklarheit führten zu Verzögerungen, obwohl bereits acht Rechenzentren in Abilene, Texas, gebaut werden. Zusammenfassend zeigt sich ein globales Rennen um KI-Infrastruktur, das von riesigen Investitionen, strategischen Allianzen und erheblichen wirtschaftlichen und ökologischen Risiken geprägt ist. Ob die Erwartungen erfüllt werden können, bleibt ungewiss – doch die Ambitionen sind eindeutig: Die Zukunft der KI wird maßgeblich von der Fähigkeit abhängen, die nötige Rechenleistung zu schaffen und zu versorgen.

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