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Philips stellt AI-Tool für präzise Herzklappenreparation vor

Royal Philips hat auf der London Valves 2025 in London eine neue KI-gestützte Lösung namens DeviceGuide vorgestellt, die Ärzte während minimalinvasiver Herzklappenreparaturen unterstützt. Das System nutzt künstliche Intelligenz, um winzige Reparaturgeräte in Echtzeit innerhalb des schlagenden Herzens zu verfolgen und dreidimensional zu visualisieren. Dabei kombiniert DeviceGuide live Ultraschall- und Röntgenbilder über die Plattform EchoNavigator und erstellt eine präzise 3D-Modellierung des Geräts direkt im Bildfeld – eine wichtige Hilfe bei der komplexen Navigation durch das pulsierende Herzgewebe. Die Technologie ist besonders relevant für die Transkatheter-Edge-to-Edge-Reparatur (M-TEER), eine Methode zur Behandlung einer mitralen Klappeninsuffizienz, bei der Blut zurückfließt, weil die Herzklappe nicht richtig schließt. Diese Erkrankung betrifft weltweit mehr als 35 Millionen Menschen und führt zu Atemnot, Müdigkeit und eingeschränkter Lebensqualität. Für Patienten, die aufgrund von Gesundheitsproblemen keine offene Herzchirurgie überstehen würden, bietet M-TEER eine lebensrettende Alternative, erfordert aber eine extrem präzise Steuerung von Geräten über die Leistungswege im Bein bis ins Herz. Bisher mussten Ärzte mehrere Bildschirme mit Röntgen- und Ultraschallbildern synchronisieren, zwei Operateure koordinieren und ständig die Bewegung der Klappenblätter und des Geräts im Auge behalten – eine enorme kognitive Belastung. DeviceGuide vereinfacht diesen Prozess, indem es den Standort und die Ausrichtung des Geräts in Echtzeit sichtbar macht, was die Genauigkeit erhöht und die Sicherheit steigert. Dr. Atul Gupta, Chief Medical Officer bei Philips, betont: „Dies ist nicht die Automatisierung von Ärzten, sondern die Erweiterung ihrer Fähigkeiten – ein bionisches Auge, das ihnen hilft, mehr Patienten sicher und selbstbewusst zu behandeln.“ Die Entwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Edwards Lifesciences, dem Hersteller der Reparaturgeräte, wodurch die Integration von Bildgebung und Therapie nahtlos in den klinischen Ablauf eingebettet wird. Mark Stoffels von Edwards Lifesciences sieht darin ein Modell für die Zukunft: „Die Kombination von führender Bildgebung und Therapie-Expertise schafft Lösungen, die direkt auf den Bedürfnissen der Ärzte und Patienten basieren.“ Industrieexperten sehen in DeviceGuide einen Meilenstein für die Bildgestützte Intervention. Die Integration von KI in den Prozedurraum, ohne den Arzt aus der Kontrolle zu nehmen, könnte die Akzeptanz von KI in der klinischen Praxis beschleunigen. Philips positioniert sich damit weiter als Innovator in der KI-gestützten Medizintechnik, während Edwards Lifesciences ihre Rolle als führender Anbieter struktureller Herztherapien unterstreicht. Die Lösung könnte nicht nur die Erfolgsraten von M-TEER-Verfahren erhöhen, sondern auch die Ausbildung junger Interventionisten erleichtern und die Behandlungskapazität in klinischen Zentren steigern.

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