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GNOME verbietet KI-erzeugte Erweiterungen

Das GNOME-Entwicklerteam hat kürzlich die Richtlinien für die GNOME Shell Extensions-Sammlung aktualisiert und eine klare Regel eingeführt: Erweiterungen dürfen nicht hauptsächlich künstlich intelligenzbasiert generiert sein. Laut Berichten von It’s FOSS und Phoronix wurde die neue Vorschrift in der aktuellen Version der Prüfungsrichtlinien verankert, um die Qualität und Integrität der im Store verfügbaren Add-ons zu schützen. Entwickler dürfen weiterhin KI als Hilfsmittel nutzen – etwa zur Code-Generierung, bei der Suche nach Lösungen oder als Lernunterstützung – doch wenn der Großteil des Codes offensichtlich von KI erstellt wurde und dabei schlechte Programmierpraktiken, überflüssige Zeilen oder mangelnde Funktionalität aufweist, wird die Erweiterung abgelehnt. Javad Rahmatzadeh, einer der offiziellen Prüfer für Erweiterungen im GNOME-Projekt, erklärte in einem Blogbeitrag, dass die Änderung auf einem massiven Anstieg von minderwertigen Submissions zurückgeht, die mit KI erstellt wurden. Er kritisierte, dass viele eingereichte Erweiterungen „viele unnötige Zeilen und schlechte Praktiken“ enthielten, was die Wartbarkeit und Sicherheit des gesamten Desktop-Ökosystems gefährde. GNOME-Extensions können vielfältige Funktionen erfüllen – von der Anpassung des Benutzeroberflächen-Layouts bis hin zu kritischen Systemfunktionen. Ein prominentes Beispiel ist Dash to Dock, eine der beliebtesten Erweiterungen, die die App-Dock-Positionierung und -funktionalität erheblich erweitert. Die neue Regel ist kein generelles Verbot von KI, sondern eine klare Abgrenzung: KI darf nicht als Ersatz für fundiertes Entwicklungsverständnis dienen. Entwickler müssen die von KI generierten Codeabschnitte verstehen, anpassen und überprüfen können. Die Entscheidung folgt einem Trend, der auch in anderen Open-Source-Projekten sichtbar wird. So hatte bereits der Fedora-Rat Anfang des Jahres Richtlinien für „Vibe Coding“ eingeführt, die ähnliche Sorgen hinsichtlich der Codequalität und Authentizität ansprachen, ohne jedoch eine absolute KI-Blockade zu verhängen. Industriebeobachter sehen die Maßnahme als notwendigen Schritt zur Bewahrung der Qualität und Vertrauenswürdigkeit des Open-Source-Ökosystems. Experten betonen, dass KI zwar als Produktivitäts-Tool nützlich sein kann, aber nicht die Verantwortung für technische Qualität ersetzen darf. Die GNOME-Entwicklungsgemeinschaft positioniert sich damit als Vorreiter bei der ethischen und technischen Gestaltung von KI-Nutzung in der Softwareentwicklung. Für Entwickler bedeutet dies: KI ist ein Werkzeug – aber nicht der Autor.

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