ElevenLabs erhält 500 Mio. USD von Sequoia bei 11-Mrd.-USD-Bewertung
ElevenLabs hat eine neue Finanzierungsrunde von 500 Millionen US-Dollar abgeschlossen, die von Sequoia Capital geführt wurde und eine Unternehmensbewertung von 11 Milliarden US-Dollar erzielt. Dies stellt mehr als eine Verdreielfachung gegenüber der letzten Bewertung im Januar 2025 dar, als das Unternehmen noch bei knapp über 3 Milliarden US-Dollar lag. Sequoia-Partner Andrew Reed tritt nun dem Board von ElevenLabs bei. Die Finanzierung wurde durch eine Kombination aus bestehenden und neuen Investoren gesichert: a16z hat seinen Anteil vervierfacht, ICONIQ Capital – der Hauptinvestor der vorherigen Runde – verdreifachte seine Beteiligung. Zusätzlich beteiligten sich neue Investoren wie Lightspeed Venture Partners, EvanticCapital und BOND. Einige frühere Investoren, darunter BroadLight, NFDG, Valor Capital, AMP Coalition und Smash Capital, stiegen erneut ein. Weitere Investoren sollen Anfang Februar bekannt gegeben werden, wobei es sich möglicherweise um strategische Partner handelt. Insgesamt hat ElevenLabs mittlerweile über 781 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das Unternehmen plant, die Mittel vor allem für Forschung und Produktentwicklung sowie die Expansion in internationalen Märkten wie Indien, Japan, Singapur, Brasilien und Mexiko einzusetzen. Co-Gründer Mati Staniszewski kündigte an, dass ElevenLabs über reine Sprachagenten hinausgehen und auch Video- und multimodale Agenten entwickeln könnte. Im Januar hatte das Unternehmen bereits eine Partnerschaft mit LTX angekündigt, um Audio-zu-Video-Inhalte zu generieren. „Der Übergang von Modellen zu Produkten ist entscheidend – und unser Team hat immer wieder bewiesen, wie man Forschung in echte Nutzererfahrungen umsetzt“, sagte Staniszewski. „Mit dieser Finanzierung wollen wir über Sprache hinausgehen und die Art und Weise, wie wir mit Technologie interagieren, grundlegend verändern.“ ElevenLabs zeigte starke Wachstumsraten: Ende des Jahres erreichte das Unternehmen einen Jahresumsatz (ARR) von 330 Millionen US-Dollar. In einem Interview mit Bloomberg erklärte Staniszewski, dass der Sprung von 200 auf 300 Millionen US-Dollar ARR innerhalb von nur fünf Monaten gelang. Die hohe Nachfrage nach Voice-AI-Technologien wird auch von anderen Entwicklern bestätigt: Im Januar sicherte sich der Konkurrent Deepgram 130 Millionen US-Dollar von AVP bei einer Bewertung von 1,3 Milliarden US-Dollar. Zudem hat Google Schlüsselteammitglieder von Hume AI, darunter CEO Alan Cowen, angeheuert, was die wachsende Bedeutung von Sprachmodellen in der Industrie unterstreicht. In der Branche gilt ElevenLabs mittlerweile als führender Player im Bereich der hochrealistischen Sprachsynthese. Die starke Investorenbeteiligung und die schnelle Bewertungssteigerung zeigen das Vertrauen in die Technologie und deren Marktpotenzial. Experten sehen in der Entwicklung multimodaler KI-Agenten einen entscheidenden Schritt hin zu natürlicheren menschlichen-Technologie-Interaktionen. Die Expansion in Schwellenmärkte könnte ElevenLabs helfen, seine Position global zu festigen und Wettbewerber wie Google oder OpenAI in der KI-Vertikalität zu konfrontieren.
