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Wearable-Band-Markt wächst mit Premium-Trend und AI-Integration

Im dritten Quartal 2025 stiegen die weltweiten Auslieferungen von Wearable-Bands um 3 % auf 54,6 Millionen Einheiten, wie Omdia in seiner neuesten Analyse berichtet. Obwohl das Wachstum in der Menge gering ausfiel, stieg der Marktwert um 12 % auf 12,3 Milliarden US-Dollar – ein klares Zeichen für eine fortschreitende Premiumisierung. Der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) stieg um 9 % auf 225 US-Dollar, getrieben vor allem von den führenden Anbietern. Die fünf größten Hersteller – Xiaomi, Apple, Huawei, Samsung und Garmin – erzielten zusammen 84 % des Marktwerts und 63 % des Volumens. Ihre überlegenen Ressourcen in Forschung und Entwicklung sowie Finanzkraft machen es kleineren Anbietern zunehmend schwer, sich auf Preis- oder Nutzenvorteilen zu behaupten. Ein zentraler Wachstumsmotor ist eine doppelte Strategie: Während in der unteren Preisklasse die einfacheren Modelle um 12 % zulegten, wuchs der Segmentbereich zwischen 50 und 99 US-Dollar um beeindruckende 56 %, während die unter 50 US-Dollar liegenden Geräte um 2 % zurückgingen. In der Mittelklasse (200–300 US-Dollar) stiegen die Smartwatch-Auslieferungen um 21 %, während der Premiumbereich (300–500 US-Dollar) um 8 % sank. Hersteller bringen Premiumfunktionen wie Gesundheitsmonitoring, LTE-Verbindung und KI-Unterstützung in günstigere Modelle – beispielweise der Apple Watch SE 3, der Flaggschiff-Funktionen wie Gesundheitsfunktionen und Mobilfunk erhielt. In den hochpreisigen Segmente (500–700 US-Dollar und über 700 US-Dollar) stiegen die Auslieferungen um 29 % bzw. 34 %. Die Integration von KI, 5G und Satellitenkommunikation ist hier entscheidend. Die neuesten Apple Watch Series 11 und Garmin-Modelle verfügen über Notruffunktionen per Satellit, während Samsungs Galaxy Watches mit dem Gemini-Intelligence-System agentele KI-Funktionen wie Sprachsteuerung und personalisierte Gesundheitsanalyse bieten. Obwohl die Smartwatch-Auslieferungen insgesamt nur um 1 % wuchsen, stieg der Wert um 8 % – ein klares Indiz für die nachhaltige Verschiebung hin zu hochwertigen, funktionsreichen Geräten. Jack Leathem, Analyst bei Omdia, betont, dass Hersteller nicht nur Hardware, sondern auch native Software und Services ausbauen müssen, um die Nutzererfahrung zu optimieren. Die Zukunft der Smartwatches liege in cloud-basierten, generativen KI-Gesundheits- und Fitness-Coaches, die die volle Rechenleistung des Geräts nutzen. Zudem sei die Integration von nicht-Handgelenk-Devices wie Smart-Rings und TWS-Kopfhörern mit Gesundheitssensoren entscheidend, um ein ganzheitliches Gesundheitsekosystem zu schaffen und neue Verkaufschancen zu erschließen. Nur so könnten Smartwatches ihre überlegene Nutzbarkeit gegenüber einfachen Fitness-Bands nachweisen. Bewertung & Hintergrund: Die Marktdominanz der Top-Five-Hersteller wird durch ihre Fähigkeit geprägt, Technologie in mehrere Preisklassen zu bringen, ohne an Qualität zu verlieren. Xiaomi, Huawei und Samsung nutzen ihre breiten Portfolios, um im Budget- und Mittelsegment zu wachsen, während Apple und Garmin mit technologischen Innovationen im Premiumsegment punkten. Omdia, Teil von Informa TechTarget, ist ein führender Anbieter für technologische Marktforschung, der auf Daten aus tausenden Quellen und Gesprächen mit Branchenexperten basiert. Die Analyse unterstreicht, dass der Wearable-Markt nicht mehr primär von Preiskämpfen, sondern von technologischer Differenzierung und integrierten Ökosystemen geprägt ist – ein Trend, der die kommenden Weihnachts- und Feiertagsmonate prägen wird.

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