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Radiant Nuclear sammelt 300 Mio. USD für 1-MW-Mikroreaktor

Radiant Nuclear hat mehr als 300 Millionen US-Dollar in einer neuen Finanzrunde gesammelt, was das Unternehmen auf einen Wert von über 1,8 Milliarden Dollar bringt. Die Finanzierung wurde von Draper Associates und Boost VC angeführt, mit Beteiligung von Ark Venture Fund, Chevron Technology Ventures, Founders Fund und anderen. Dies ist die jüngste von mehreren Großfinanzierungen in der Nuklearbranche: In den letzten Wochen haben X-energy 700 Millionen, Aalo Atomics 100 Millionen und Last Energy 100 Millionen Dollar aufgebracht – und Radiant selbst hatte bereits vor sechs Monaten 165 Millionen Dollar eingesammelt. Die Flut an Investitionen spiegelt das wachsende Interesse an kleineren, modularen Kernkraftwerken wider, insbesondere im Kontext des rasanten Wachstums der Datenzentren, die durch KI-Technologien enormen Energiebedarf haben. Radiant entwickelt ein Mikroreaktor-System mit einer Leistung von 1 Megawatt, das per Sattelzug transportiert werden kann. Der Reaktor wird mit Helium gekühlt und nutzt TRISO-Brennstoff – kugelförmige, keramisch umhüllte Brennelemente aus Uran und Graphit, die eine hohe thermische Stabilität und Meltdownsicherheit bieten. Er soll bis zu fünf Monate ohne Nachfüllung betrieben werden und ist für den Einsatz an kommerziellen und militärischen Standorten konzipiert. Kunden können die Reaktoren entweder kaufen oder über Power-Purchase-Agreements (PPAs) mieten. Nach 20 Jahren Lebensdauer wird Radiant das Gerät wieder abholen, um es sicher zu entsorgen. Ein zentrales Projekt ist die Errichtung eines Demonstrationsreaktors am Idaho National Laboratory, der voraussichtlich im Sommer 2026 in Betrieb genommen werden soll. Radiant ist eine von elf Unternehmen, die im Rahmen einer Initiative des Trump-Teams ausgewählt wurden, die bis zum 4. Juli 2026 drei Reaktoren kritisch werden lassen soll – ein ambitionierter Zeitplan, der durch beschleunigte Genehmigungsverfahren unterstützt wird, ohne direkte staatliche Förderung. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an einer strategischen Partnerschaft mit dem Datenzentrumsbetreiber Equinix, der 20 Reaktoren beziehen wird. Obwohl die technologische Vision vielversprechend ist, bleibt die Branche skeptisch: Viele Startups setzen auf die Skalierung durch Massenfertigung, um die Kosten zu senken. Doch die Umsetzung des ersten Prototyps ist nur der erste Schritt – die Reproduzierbarkeit und wirtschaftliche Nachhaltigkeit in Serie sind ungewiss. Experten warnen vor einer möglichen Blase, wenn sich die Versprechen nicht erfüllen. Dennoch ist Radiant ein ernstzunehmender Akteur, der bereits starke Investoren und strategische Allianzen aufgebaut hat. Die Zukunft der nuklearen Energie in der dekarbonisierten Wirtschaft hängt nun nicht nur von der Technologie, sondern auch von der Fähigkeit der Startups ab, ihre Visionen in betriebsfähige, skalierbare Systeme umzusetzen.

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