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Handshake kauft Cleanlab für Talent und Datenqualität im AI-Labeling

Der KI-Datenlabel-Start-up Handshake hat den Datenqualitäts- und Auditing-Anbieter Cleanlab übernommen, wie beide Unternehmen TechCrunch bestätigten. Handshake, 2013 als Plattform zur Rekrutierung von Hochschulabsolventen gegründet, hatte vor etwa einem Jahr eine Sparte für menschliche Datenlabeling für KI-Modelle gestartet. Cleanlab, 2021 gegründet, entwickelt Software, die die Qualität von Daten, die von Menschen annotiert wurden, automatisch überprüft und verbessert. Die Übernahme dient vor allem als Acqui-Hire: Neun Schlüsselmitarbeiter von Cleanlab, darunter die Mitbegründer Curtis Northcutt, Jonas Mueller und Anish Athalye – alle mit Doktorgraden in Informatik von der MIT – werden nun Teil der Forschungsabteilung von Handshake. Die finanziellen Bedingungen der Transaktion wurden nicht offengelegt, doch solche Akquisitionen können für Gründer erheblich lukrativ sein. Cleanlab hatte insgesamt 30 Millionen US-Dollar aus Investoren wie Menlo Ventures, TQ Ventures, Bain Capital Ventures und Databricks Ventures gesammelt und erreichte zeitweise eine Belegschaft von über 30 Mitarbeitern. Die Forscher von Cleanlab sind Spezialisten für Algorithmen, die fehlerhafte Daten ohne zusätzliche menschliche Überprüfung erkennen. Diese Technologie soll die Datenqualität, die Handshake für KI-Labore liefert, erheblich steigern. „Unser internes Forschungsteam fragt sich ständig, wo unsere Modelle schwach sind, welche Daten wir produzieren sollten und wie hoch deren Qualität ist“, sagte Sahil Bhaiwala, Chief Strategy and Innovation Officer bei Handshake. „Das Cleanlab-Team hat sich jahrelang genau mit diesem Problem beschäftigt.“ Northcutt, ehemaliger CEO von Cleanlab und Pionier der automatisierten Datenüberprüfung, erklärte, dass das Unternehmen mehrere Angebote von anderen KI-Datenlabeling-Unternehmen erhalten hatte. Entscheidend für die Wahl von Handshake war jedoch, dass Unternehmen wie Mercor, Surge und Scale AI Handshake bereits nutzen, um Fachkräfte wie Ärzte, Anwälte oder Wissenschaftler für ihre Labeling-Projekte zu beschäftigen. „Wenn man eine Wahl treffen muss, sollte man am besten den Quell-Provider wählen, nicht den Mittelsmann“, so Northcutt. Handshake, das 2022 mit 3,3 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, wird für 2025 eine jährliche Umsatzlaufzeit (ARR) von 300 Millionen US-Dollar prognostiziert und soll bereits in diesem Jahr eine ARR im „hohen hundert Millionen“-Bereich erreichen. Das Unternehmen hat Daten für acht der führenden KI-Labore geliefert, darunter OpenAI. Die Übernahme von Cleanlab stärkt Handshake nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Wettbewerbsposition als zentraler Anbieter für qualitativ hochwertige menschliche Datenannotation im KI-Ökosystem. Industrieanalysten sehen die Übernahme als strategisch klug: „Handshake positioniert sich damit nicht nur als Plattform, sondern als integrierter Lösungsanbieter für Datenqualität – ein entscheidender Vorteil in der KI-Entwicklung“, so ein Experte. Die Kombination aus Zugang zu Spezialisten und automatisierter Qualitätssicherung könnte Handshake zu einem unverzichtbaren Partner für KI-Unternehmen machen.

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