Nvidia aktualisiert Datenzentrum mit Rosa CPU und Feynman-GPUs
Nvidia hat auf seiner GPU Technology Conference eine aktualisierte Strategie für Rechenzentren vorgestellt, die signifikante technologische Sprünge bis 2028 ankündigt. Der Fokus liegt dabei auf einer jährlichen Aktualisierung der KI-GPU-Familie und einer Architektur-Erneuerung alle zwei Jahre. Die wichtigsten Neuentwicklungen für das Jahr 2028 sind die Feynman-GPUs, die Rosa-CPUs sowie die Einführung optischer NVLink-Verbindungen. Für das kommende Jahr 2027 plant Nvidia die Vorstellung von Rubin Ultra-KI-Beschleunigern. Diese verfügen über vier Compute-Chiplets und 1 TB HBM4E-Speicher, was eine drastische Leistungssteigerung gegenüber der aktuellen Generation ermöglicht. Begleitet werden diese GPUs vom Groq LP35 LPU, der das neue NVFP4-Datenformat unterstützt. Zusätzlich soll die Kyber-NVL144-Racklösung eingeführt werden, die 144 Rubin Ultra-GPUs in einer Einheit vereint und eine vierfache Leistungssteigerung gegenüber den aktuellen Oberon-Systemen bietet. Der wesentliche Durchbruch kommt jedoch 2028 mit der Feynman-Generation. CEO Jensen Huang beschreibt dies als die nächste Evolutionsstufe, die quantitative und qualitative Verbesserungen kombiniert. Die Feynman-GPUs werden auf die Chip-Stacking-Technologie setzen, um die Leistung zu skalieren, und mit speziellem Hochbandbreitenspeicher, der über 1 TB pro Paket hinausgehen könnte. Begleitet wird dies von den neuen Rosa-CPUs, kurz für Rosalyn, die für höchste Einzelthread-Leistung entwickelt wurden. Dies zeigt, dass Nvidia den Entwicklungszyklus für Prozessoren von vier auf zwei Jahre verkürzt hat und somit mit AMD und Intel gleichzieht. Ein weiterer Kernaspekt ist die vollständige Integration des Groq LP40 LPU in die Nvidia-Plattform über das NVLink-Protokoll. Dies ermöglicht eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen den neuen KI-Beschleunigern und den spezialisierten Sprachverarbeitungs-Unit. Besonders revolutionär ist die Einführung von NVLink-Switches mit co-verpackter Optik (CPO). Dies wird erstmals optische Interconnects auf NVLink-Basis ermöglichen, was die Skalierbarkeit von Rack-Lösungen massiv erweitert. Während bisherige Lösungen mit Kupferkabeln limitiert waren, erlaubt CPO nun Skalierungen von bis zu 1152 GPU-Paketen in Kyber-Chassis. Parallel zu den GPUs und CPUs werden 2028 auch BlueField-5-DPUs, Ethernet der siebten Generation mit Optik sowie der ConnectX 10 SuperNIC eingeführt. Diese Gesamtheit der Technologien zielt darauf ab, Nvidias Position im Kampf gegen alternative Lösungen wie AMD Instinct oder benutzerdefinierte Beschleuniger von Hyperscalern weiter zu festigen. Die Roadmap verdeutlicht Nvidias Ziel, nicht nur Hardware-Leistung zu steigern, sondern auch die Netzwerkarchitektur durch optische Verbindungen grundlegend zu transformieren.
