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Samsungs AI-Strategie: Nutzbar, unauffällig, allgegenwärtig

Samsung Electronics Europe-Chef Simon Sung betont in einem Interview mit Business Insider, dass das Unternehmen bei seiner KI-Strategie auf Nutzen und Nahtlosigkeit setzt, statt auf spektakuläre Hype-Elemente. Der Fokus liege auf Alltagsnutzen, nicht auf technologischen Novitäten. Samsung entwickelt eigene große Sprachmodelle namens Samsung Gauss, stellt sie aber nicht als eigenständiges Produkt wie OpenAI mit ChatGPT zur Verfügung. Stattdessen integriert das Unternehmen KI in seine Galaxy AI-Assistenten, die in Smartphones, TVs und Haushaltsgeräten eingebettet sind. Diese nutzen eine Kombination aus eigenentwickelter KI und Technologien von Partnern wie Google – ähnlich wie Googles Assistant auf Pixel-Geräten. Galaxy AI kann Aufgaben wie Echtzeit-Übersetzung oder Transkription übernehmen. „Der Wandel geht von der KI als einstellbare Funktion hin zu einem ständigen Begleiter, der unauffällig mit uns arbeitet“, sagt Sung. Innerhalb des südkoreanischen Konzerns ist Samsung Electronics für Verbraucherprodukte wie Galaxy-Smartphones, TVs und Haushaltsgeräte verantwortlich, aber auch für Speicherchips, die in PCs und Rechenzentren eingesetzt werden. In einer kürzlich veröffentlichten Gewinnprognose erwartet das Unternehmen, dass sich der Gewinn im vierten Quartal 2025 verzehnfachen wird – getrieben von steigender Nachfrage nach Speicherchips für KI-Modelle. Anfang Januar präsentierte Samsung auf der CES in Las Vegas intelligente Geräte wie TVs, Küchengeräte und Waschmaschinen mit Sensoren und Spracherkennung. Ziel sei es, Technologie nicht als isolierte Geräte, sondern als integrierte, reaktionsfähige Umgebung zu gestalten, die sich an das tägliche Leben anpasst. Intern fördert Sung eine KI-orientierte Kultur: Durch Schulungen und den Austausch zwischen Produkt-, Design-, Ingenieur- und Marketingteams soll KI-Verständnis über alle Abteilungen hinweg wachsen. „Da wir KI in TVs, Geräten, Mobilgeräten und vernetzten Diensten gleichzeitig entwickeln, denken Mitarbeiter natürlich nicht mehr an KI als einzelne Funktion, sondern als gemeinsame Plattform für die gesamte Nutzererfahrung“, so Sung. Diese integrierte Herangehensweise soll Samsung helfen, KI nicht als Marketing-Feature, sondern als zentrale, unsichtbare Infrastruktur im Alltag zu etablieren. Industriebeobachter schätzen, dass Samsungs Ansatz – der auf Integration und Nutzen statt auf Aufmerksamkeit setzt – langfristig Wettbewerbsvorteile bringen könnte. Während Konkurrenten wie Apple und Google mit marktbeherrschenden KI-Plattformen werben, positioniert Samsung sich als praktischer Systemanbieter. Die starke Position im Speicher-Chip-Markt, der für KI-Infrastruktur unerlässlich ist, verstärkt diese Strategie. Mit einer breiten Gerätepalette und einem klaren Fokus auf nahtlose Integration könnte Samsung zu einem zentralen Akteur in der „KI-Alltagserfahrung“ werden.

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