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Krebs raubte ihr die Stimme – mit KI, Flüchen und Kinderbüchern fand sie sie zurück

Nachdem Ärzte Sonya Sotinsky mitteilten, dass ihr Zungen- und Stimmband entfernt werden müsste, um ihr Leben zu retten, setzte sie sich mit einer Mikrofonanlage hin, um die Worte aufzunehmen, die sie nie wieder aussprechen könnte. Die 36-jährige Künstlerin aus New York, die an fortgeschrittenem Mundhöhlenkrebs litt, sah sich gezwungen, eine radikale Entscheidung zu treffen – doch statt sich in Hilflosigkeit zu ergeben, nutzte sie KI-Technologie, um ihre Stimme zurückzugewinnen. Ihre Lösung war bahnbrechend: Sie kombinierte ihre eigenen Stimmaufnahmen mit künstlicher Intelligenz, um eine digitale Stimme zu erstellen, die nicht nur ihre ursprüngliche Tonlage und Ausdrucksweise nachahmte, sondern auch ihre Persönlichkeit widerspiegelte – inklusive ihrer schrägen Humor, ihrer Flüche und sogar ihrer Kinderbuchliebe. Sotinsky hatte bereits vor der Operation ihre Stimme gesammelt – sie sprach einfache Sätze, aber auch lustige, emotionale und sogar beleidigende Aussagen, die sie aus ihrem Alltag kannte. Diese Aufnahmen dienten als Grundlage für ein KI-Modell, das ihre Stimme synthetisch nachbildete. Mit Hilfe eines Tools namens Resemble AI entwickelte sie eine Stimme, die so natürlich klang, dass sogar ihre Familie sie nicht von der echten unterscheiden konnte. Die neue Stimme war nicht nur funktional, sondern auch emotional – sie war authentisch, lebendig und voller Persönlichkeit. Doch Sotinsky ging noch weiter: Sie nutzte ihre neue digitale Stimme, um Kinderbücher zu lesen – eine symbolische Rückkehr zu ihrer früheren Identität als Erzählerin und Künstlerin. Die Bücher, die sie mit ihrer KI-Stimme vorlas, wurden zu einem kreativen Akt der Wiederherstellung, der nicht nur ihre Stimme, sondern auch ihre Identität zurückgab. Die Reaktionen waren überwältigend: Fans, Freunde und sogar andere Krebspatienten fanden Trost und Inspiration in ihrer Geschichte. Die Entwicklung ist nicht nur ein persönlicher Sieg, sondern auch ein Meilenstein für die Zukunft der medizinischen KI. Bisher waren synthetische Stimmen oft künstlich, monoton oder emotional leer. Sotinskys Ansatz zeigt, dass KI-Stimmen nicht nur funktionell sein können, sondern auch menschlich, emotional und individuell – besonders wichtig für Menschen, die durch Krankheit oder Unfälle ihre Stimme verloren haben. Ihre Geschichte hat bereits zu neuen Forschungsprojekten an Universitäten und medizinischen Zentren geführt, die darauf abzielen, KI-gestützte Stimmen für Patienten mit Laryngektomie oder neurologischen Erkrankungen zugänglicher und personalisierter zu machen. Industrieexperten wie Dr. Lena Müller, KI-Expertein an der Charité Berlin, würdigt Sotinskys Arbeit als „eine der ersten echten Beispiele dafür, wie KI nicht nur medizinisch, sondern auch kulturell und emotional relevant werden kann“. Unternehmen wie Google, Apple und Amazon arbeiten bereits an ähnlichen Technologien, doch Sotinskys Ansatz, der auf persönlichen, emotionalen Daten basiert, stellt einen neuen Standard dar. Für viele Patienten ist die Wiederherstellung der Stimme nicht nur ein medizinisches, sondern ein existenzielles Anliegen – sie ist der Schlüssel zur Identität, zum Ausdruck und zur Verbindung mit anderen. Sotinsky ist mittlerweile eine begeisternde Stimme im Bereich der digitalen Gesundheitsinnovation. Ihre Geschichte zeigt, dass Technologie nicht nur Leben rettet, sondern auch das Leben bereichert – mit Humor, Mitgefühl und der Kraft, auch nach Verlust wieder zu sprechen.

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