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Microsoft überarbeitet GitHub, um AI-Coding-Wettbewerb zu bekämpfen

Microsoft plant, die Konkurrenz durch KI-Code-Tools abzuwehren, eine umfassende Neugestaltung von GitHub, wie aus einem internen Meeting hervorgeht, das von Business Insider eingesehen wurde. Zentraler Anstoß für die Transformation ist eine frühere Frustration von Co-Gründer Bill Gates: Warum gibt es separate Anwendungen für Dokumente, Websites und App-Entwicklung? CEO Satya Nadella betonte in der Sitzung, dass KI nun diese Grenzen verwischt – „In der KI-Welt gibt es keinen Unterschied mehr zwischen App, Dokument oder Website“. Ziel ist es, GitHub zu einem zentralen Knotenpunkt für künstliche Intelligenz-gestützte Softwareentwicklung zu machen, der über die klassische Code-Repository-Funktion hinausgeht. Seit der Übernahme von GitHub 2018 hatte Microsoft mit GitHub Copilot einen führenden Vorsprung bei KI-Code-Assistenten. Laut einer Umfrage von Jellyfish war Copilot zuletzt die beliebteste Wahl, doch Daten von Barclays zeigen nun einen Marktanteilsverlust gegenüber Wettbewerbern wie Cursor und Anthropic’s Claude Code, die sich schnell etablieren und viel Aufmerksamkeit unter Entwicklern gewinnen. Jay Parikh, neuer Leiter der neuen KI-Abteilung CoreAI und ehemaliger Senior Vice President bei Facebook, erklärte in der Besprechung, dass GitHub „nicht mehr der Ort ist, an dem Entwickler heute ihren Code speichern“. Stattdessen soll das Tool überall dort verfügbar sein, wo Entwickler arbeiten – im Befehlszeilen-Interface, im Browser, in VS Code oder anderen Microsoft-Produkten. Zudem soll GitHub zu einem Dashboard für mehrere KI-Agenten werden, die gleichzeitig an Projekten arbeiten können. Parallel zur strategischen Neuausrichtung investiert Microsoft in die Verbesserung der Grundfunktionen von GitHub: GitHub Actions für automatisierte CI/CD-Pipelines, Analyse-Tools zur Code-Performance, Sicherheitsfunktionen und Compliance mit lokalen Datenspeicher-Vorschriften für globale Expansion. Parikh betonte, dass das Team nun „täglich, manchmal mehrmals täglich“ Updates bereitstellt – ein enormer Beschleunigungsschub im Entwicklungsprozess. Auch die Zusammenarbeit mit verschiedenen KI-Modellen wird ausgebaut. Parikh erklärte, dass Microsoft künftig nicht mehr nur auf OpenAI angewiesen sein will, sondern offen für mehrere große Sprachmodelle bleiben möchte – „unabhängig von Modellen, die kommen oder gehen“. Zusätzlich zu den GitHub-Änderungen arbeitet Microsoft an einer umfassenden Modernisierung von Visual Studio, wie ein internes Memo belegt. Auch im internen Bewertungssystem sollen Mitarbeiter künftig stärker nach ihrem Einsatz von KI im Arbeitsalltag beurteilt werden. Diese Maßnahmen unterstreichen, dass Microsoft die KI-Transformation nicht nur als Produkt-Strategie, sondern als kulturellen Wandel versteht. Industrieexperten sehen in der Neuausrichtung eine notwendige Reaktion auf den dynamischen Markt. „Microsoft muss jetzt agil sein, sonst verliert es nicht nur an Marktanteil, sondern auch an Innovationsfahrt“, sagt ein Analyst von Gartner. Die Fusion von GitHub mit einer breiten KI-Infrastruktur könnte Microsoft zu einem führenden Player im KI-Entwicklungsumfeld machen – vorausgesetzt, die Umsetzung bleibt konsistent und schnell.

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