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Meta-Ex-Manager führt OpenAI bei Suche nach Stargate-Datenzentren an

Keith Heyde, ein ehemaliger Leiter der KI-Infrastruktur bei Meta, hat in den vergangenen zehn Monaten OpenAI bei der Suche nach Standorten für seine Stargate-Datenzentren über die gesamte USA geführt. Nach seinem Wechsel von Meta im Jahr 2024 übernahm er die Rolle des Leiters für Infrastruktur innerhalb der Industrial Compute-Abteilung – eines der strategisch wichtigsten Teams bei OpenAI. Sein Ziel: die physische Grundlage für die nächste Generation künstlicher Intelligenz zu schaffen, indem er Standorte identifiziert, die ausreichend Energie, Skalierbarkeit und lokale Unterstützung bieten. Während andere Unternehmen an Weihnachten mit ihren Familien verbrachten, verbrachte Heyde die Feiertage mit Besichtigungen potenzieller Standorte – von Texas über die Südwest- bis in die Mittelwest-Region der USA. Seit Januar hat OpenAI über 800 Bewerbungen für die Stargate-Initiative erhalten, von denen etwa 20 in fortgeschrittenen Prüfungsphasen sind. Die Auswahlkriterien liegen nicht primär in steuerlichen Anreizen, sondern in der Verfügbarkeit von Strom, der Fähigkeit, schnell zu bauen, und der Akzeptanz durch die lokale Gemeinschaft. Heyde betont: „Kann man schnell bauen? Ist die Stromzufuhr schnell skalierbar? Und macht das für die Region Sinn?“ Die Suche nach idealen Parzellen ist komplex – perfekte Flächen sind selten, und so zielt OpenAI nicht auf Vollkommenheit, sondern auf eine überzeugende Stromentwicklung. Insgesamt wurden bereits rund 100 Standorte besucht, wobei sowohl Neubauten als auch Umwandlungen bestehender Anlagen in Betracht gezogen werden. Die Konkurrenz ist enorm. Meta baut mit einem 10-Milliarden-Dollar-Projekt in Nord-Louisiana eine der größten Rechenzentren der westlichen Hemisphäre, unterstützt durch staatliche Anreize. Amazon und Anthropic planen gemeinsam eine 1.200 Hektar große KI-Infrastruktur in Indiana, während zahlreiche Bundesstaaten mit Steuervergünstigungen, Energiezusagen und beschleunigten Genehmigungsverfahren um die Aufmerksamkeit von Tech-Riesen buhlen. Trotz seines jungen Alters – OpenAI ist erst zehn Jahre alt und wurde erst durch ChatGPT in die Öffentlichkeit geholt – hat das Unternehmen bereits eine Bewertung von 500 Milliarden US-Dollar erreicht und erhielt massive Investitionen von Microsoft, SoftBank und Nvidia. OpenAI setzt auf Eigenentwicklung, wie bereits ein selbstgebautes Solarkraftwerk in Abilene, Texas, zeigt. CFO Sarah Friar betont, dass die Kontrolle über die Infrastruktur nicht nur Kosten reduziert, sondern auch den Schutz geistigen Eigentums und strategische Unabhängigkeit gewährleistet – ein ähnlicher Ansatz wie einst bei Amazon Web Services. Heyde räumt ein, dass es kein vorhersehbares Vorbild für die Entwicklung von KI-Infrastruktur gibt, besonders wenn es um künstliche Allgemeine Intelligenz (AGI) geht. „Wir sprechen über eine völlig andere Dimension der Leistungserbringung“, sagt er. Selbst ehemalige Bitcoin-Miner, die bereits Strominfrastruktur besitzen, erweisen sich oft als ungeeignet, da die Anforderungen an Skalierung und Flexibilität zu hoch sind. Die 20 finalen Standorte sind nur der erste Schritt. OpenAI plant, von einzelnen Gigawatt-Projekten zu riesigen Campus-Komplexen mit mehreren Gigawatt zu expandieren. Heyde ist sich bewusst, dass die Herausforderungen immens sind – besonders vor dem Hintergrund der begrenzten Netzkapazitäten in vielen Regionen. Doch er bleibt optimistisch: „Die Zahlen sind herausfordernd, aber es ist definitiv möglich.“ Die Stargate-Initiative ist nicht nur ein Bauprojekt, sondern ein entscheidender Schritt in der strategischen Auseinandersetzung um die Zukunft der KI. Industrieexperten sehen in Heydes Arbeit eine zentrale Stärke für OpenAI. Seine Erfahrung bei Meta – insbesondere bei der Realisierung des ersten 100.000-GPU-Clusters – macht ihn zu einem wertvollen Akteur in einer Branche, in der Infrastruktur zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird. Die Fähigkeit, physische Rechenleistung zu kontrollieren, könnte entscheidend sein, um die nächsten Sprünge in der KI-Entwicklung zu ermöglichen.

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