78 % der Anwälte nutzen KI – aber Reifeunterschiede bleiben bestehen
78 Prozent der juristischen Fachkräfte nutzen heute Künstliche Intelligenz (KI), doch die Berichterstattung des dritten jährlichen „State of AI in Legal Report“ von Litify offenbart eine deutliche Reife-Lücke im Einsatz von KI im Rechtssektor. Der Bericht, basierend auf einer umfassenden Umfrage in Zusammenarbeit mit einem führenden Marktforschungsinstitut, erfasst die Perspektiven von Hunderten verifizierter Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte aus Klagekanzleien, Full-Service-Kanzleien und Unternehmensrechtsabteilungen. Während die Zahl der KI-Nutzer seit 2023 kontinuierlich gestiegen ist, befinden sich die meisten Anwender noch in den frühen Stadien der KI-Reife. Die Nutzung beschränkt sich überwiegend auf allgemeine Tools wie ChatGPT oder Google Gemini, und die Anwendung konzentriert sich auf grundlegende Aufgaben wie Dokumentenverfassung, Recherche und Datenanalyse. Organisatorisch bleibt der Einfluss begrenzt: KI wird selten strategisch in Prozesse integriert, es fehlen standardisierte Richtlinien, Metriken zur Leistungsmessung und strukturierte Weiterbildung. Laut Curtis Brewer, CEO von Litify, ist die Branche an einem Wendepunkt: „Der Punkt der Überlegung ist vorbei. Die meisten nutzen KI bereits – doch die Herausforderung liegt nun darin, den Sprung von individueller Nutzung zu organisationalem Einsatz zu schaffen.“ Er betont, dass der volle Nutzen von KI nur dann realisiert werden kann, wenn Kanzleien neue Metriken, Ziele und Prozessänderungen akzeptieren. Dies erfordert nicht nur technische Anpassungen, sondern auch eine kulturelle Transformation innerhalb der Organisation. Der Bericht zeigt, dass nur ein kleiner Teil der Unternehmen über KI-Strategien, Governance-Rahmen oder integrierte KI-Workflows verfügt. Viele Kanzleien nutzen KI noch inkonsistent, was zu Risiken bei Compliance, Datenschutz und Qualitätssicherung führen kann. Gleichzeitig steigt der Druck, KI effizient einzusetzen, um Wettbewerbsvorteile zu erlangen, Kosten zu senken und die Mandantenbindung zu stärken. Litify, der Anbieter des Berichts, positioniert sich als Pionier im Bereich KI-nativer Rechtsplattformen. Seit 2016 hat das Unternehmen über 55.000 juristische Fachkräfte und mehr als 450 Unternehmen – darunter große Fortune-500-Firmen und Spezialkanzleien – mit seiner cloud-basierten Plattform unterstützt. Die Lösung kombiniert kundenspezifische, KI-gestützte Workflows mit umfassenden Analysefunktionen für Fall- und Intake-Management, Dokumentenerstellung, Zeiterfassung, Rechnungsstellung und rechtliche Aufbewahrung. Durch die Integration von KI-Insight-Tools wird die strategische Entscheidungsfindung verbessert, die Effizienz gesteigert und die Leistung jedes Teams maximiert. Die Veröffentlichung des Berichts folgt auf die Auszeichnungen von Litify als eines der schnellsten wachsenden Unternehmen in den USA und Nordamerika – in den Rankings von Deloitte 500 und Inc. 5000. Diese Anerkennung unterstreicht das Wachstum und die Innovationskraft des Unternehmens im sich schnell verändernden Rechtsmarkt. Industrieexperten sehen in der Berichterstattung eine wichtige Warnung: KI ist kein „Schnell-Lösungs-Tool“, sondern erfordert langfristige strategische Planung. Ohne strukturierte Implementierung bleibt der Nutzen begrenzt. Die Zukunft der Rechtsbranche liegt in der Kombination von menschlicher Expertise und intelligenten Systemen – vorausgesetzt, die Organisationen sind bereit, sich zu verändern.
