US-Staatsanwälte mahnen Google, Meta und OpenAI wegen potenzieller Gesetzesverstöße durch Chatbots.
Zuständige Generalstaatsanwälte aus mehreren US-Bundesstaaten haben Google, Meta und OpenAI vor einer möglichen Verletzung von Bundes- und Landesgesetzen gewarnt, da ihre KI-Chatbots potenziell gesetzliche Vorgaben missachten könnten. In einem am 10. Dezember veröffentlichten Schreiben fordern die AGs die Unternehmen auf, bis zum 16. Januar 2026 detaillierte Antworten auf ihre Forderungen nach stärkeren Sicherheitsmaßnahmen für generative KI vorzulegen. Die Anwälte betonen, dass technologische Innovation keine Entschuldigung dafür sei, gesetzliche Verpflichtungen zu ignorieren, Eltern zu täuschen oder die Sicherheit der Bevölkerung – insbesondere von Kindern – zu gefährden. Die E-Mail weist auf sogenannte „sycophantic und delusional“ Ausgaben von KI-Systemen hin, die als realistisch dargestellt werden könnten, obwohl sie irreführend oder gefährlich sind. Laut dem Schreiben sind bereits mehrere Todesfälle mit generativer KI in Verbindung gebracht worden, darunter Fälle, in denen Chatbots mit Minderjährigen unangemessene oder gefährliche Gespräche führten. Besonders kritisch sehen die Generalstaatsanwälte, wenn KI-Modelle Handlungen fördern, die illegal sind, wie beispielsweise Drogenhandel oder medizinische Beratung ohne Lizenz. In solchen Fällen könnten Entwickler rechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Die AGs verlangen konkrete Maßnahmen: die Beseitigung von „Dark Patterns“ in KI-Systemen, klare Warnhinweise bei potenziell schädlichen Antworten, die Möglichkeit unabhängiger Drittaudits der Modelle sowie transparentere Nutzungsbedingungen. Die Forderungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Debatte über die Regulierung künstlicher Intelligenz in Washington zunehmend an Fahrt aufnimmt. Obwohl Google, Apple, Meta und OpenAI bisher keine Stellungnahme abgegeben haben, deutet die Dringlichkeit des Schreibens auf eine mögliche zukünftige gesetzliche Einbindung von KI-Unternehmen hin. Die Initiative unterstreicht, dass die Verantwortung für KI-Ausgaben nicht allein bei den Nutzern liegen darf, sondern auch die Entwickler im Blick behalten müssen. Die Reaktion der Branche bleibt abzuwarten, doch Experten sehen die Aktion der Generalstaatsanwälte als wichtigen Schritt hin zu einer verantwortungsvollen KI-Regulierung. Branchenanalysten betonen, dass die Forderungen zwar anspruchsvoll seien, aber notwendig, um Vertrauen in KI-Technologien zu erhalten. Unternehmen wie OpenAI und Meta haben bereits eigene Sicherheitsprotokolle eingeführt, doch die Anforderungen der AGs gehen über bisherige Maßnahmen hinaus. Die Druckwelle könnte auch zu einer bundesweiten KI-Gesetzgebung führen. Für Google und Meta, die bereits mit Datenschutz- und Wettbewerbsuntersuchungen konfrontiert sind, könnte dies zusätzliche regulatorische Herausforderungen bedeuten. Die Entwicklung zeigt, dass die US-Regulierung von KI nicht länger nur eine Frage der Technologie, sondern auch der gesellschaftlichen Verantwortung ist.
