Amazon eröffnet Cloud-Region in Neuseeland mit Investitionen und Nachhaltigkeitsfokus
Amazon hat mit der Eröffnung der AWS Asia Pacific (Neuseeland)-Region eine bedeutende Investition in die digitale Infrastruktur Neuseelands vollzogen. Die neue Region, die aus drei Availability Zones besteht, ermöglicht Kunden in Neuseeland, ihre Anwendungen und Daten lokal zu hosten – mit niedriger Latenz und strenger Einhaltung von Datenschutz- und Dateneigentumsanforderungen. Dies ist besonders wichtig für Regierungsbehörden, Finanzinstitute, Bildungseinrichtungen und Unternehmen in der öffentlichen Verwaltung, die hohe Sicherheits- und Compliance-Standards erfüllen müssen. Die Region ist von Anfang an mit erneuerbaren Energien betrieben, unterstützt durch ein langfristiges Projekt mit dem Energieversorger Mercury NZ, das die Entwicklung des Windparks Turitea South fördert. Dadurch unterstreicht Amazon sein Engagement für Nachhaltigkeit und die Umsetzung des Climate Pledge, der bis 2040 Netto-Null-Emissionen in seinen Betrieben anstrebt. Amazon plant, mehr als 7,5 Milliarden NZ-Dollar in Neuseeland zu investieren, um die Datenzentren zu bauen, anzuschließen, zu betreiben und zu warten. Laut Schätzungen wird die Region jährlich mehr als 1.000 volle Arbeitsplätze in der Region schaffen – in Bereichen wie Facility-Management, Ingenieurwesen, Telekommunikation und IT-Support – und rund 10,8 Milliarden NZ-Dollar zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitragen. Die neue Region ist Teil der globalen AWS-Infrastruktur, die mittlerweile 120 Availability Zones in 38 Regionen umfasst. Sie ist auch ein Schritt in Richtung weiterer Expansion: AWS plant zehn zusätzliche Availability Zones und drei neue Regionen in Chile, dem Königreich Saudi-Arabien und dem AWS European Sovereign Cloud. Die Einführung der Region wird von führenden neuseeländischen Akteuren begrüßt. Graeme Muller, CEO von NZTech, betont, dass die Investition nicht nur technologische, sondern auch gesellschaftliche Vorteile bringt: „Sie beschleunigt den Aufstieg neuseeländischer Technologieunternehmen und schafft hochqualifizierte, sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze in vielen Branchen – von Landwirtschaft über Finanzen bis hin zu Regierung und Dienstleistungen.“ Aktive Kunden der Region umfassen namhafte Institutionen wie AMP New Zealand, Kiwibank, die Universität Auckland, die Post New Zealand, TVNZ, Xero und die Wellington City Council. Auch viele Technologiepartner wie Datacom, Deloitte, Accenture und MongoDB arbeiten eng mit AWS zusammen. Um die digitale Kompetenz in Neuseeland zu stärken, hat Amazon ein Memorandum mit der Regierung unterzeichnet, um 100.000 Menschen in Cloud-Skills auszubilden – bereits wurden über 50.000 Menschen geschult. Durch Programme wie AWS Academy, AWS Educate und AWS Skill Builder wird die nächste Generation von IT-Fachkräften gefördert. Die neue Region ist Teil einer langen Reihe von Investitionen von AWS in Neuseeland, darunter 2016 die Verbesserung der globalen Netzwerkkonnektivität über Unterseekabel, 2020 die Eröffnung von zwei CloudFront-Edge-Locations in Auckland, 2023 die Einführung von AWS Direct Connect und AWS Local Zones. Diese Schritte zeigen, wie Amazon die Infrastruktur für digitale Transformation kontinuierlich ausbaut. Industrielle Experten sehen in der Eröffnung der Region einen Meilenstein für Neuseelands Position als technologischer Hub im asiatisch-pazifischen Raum. Die Kombination aus lokaler Datenspeicherung, niedriger Latenz, erneuerbaren Energien und massiver Ausbildungsinitiative macht die AWS-Region zu einem strategischen Asset für Wirtschaft und Innovation.
