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Ex-UK-PM Sunak berät Microsoft und Anthropic – Kontroversen um Einfluss

Der ehemalige britische Premierminister Rishi Sunak hat nach seinem Amtsentzug im Jahr 2024 Beratungspositionen bei den Tech-Riesen Microsoft und Anthropic übernommen, wie aus Dokumenten des Parlamentsausschusses für Geschäftsbeziehungen (Acoba) hervorgeht. Die Bekanntgabe löste Bedenken aus, da Sunak während seiner Amtszeit Zugang zu vertraulichen Informationen hatte, die ihm möglicherweise einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Unternehmen verschaffen könnten. Insbesondere wurde kritisiert, dass seine neue Rolle in einem sensiblen Zeitpunkt liegt – mitten in der globalen Debatte über die Regulierung künstlicher Intelligenz und intensiver Lobbyarbeit rund um AI-Politik. Acoba warnte, dass die Ernennung „einen angemessenen Eindruck von unangemessener Einflussnahme auf die britische Regierung erwecken könnte“. Sunak hatte bereits während seiner Amtszeit enge Verbindungen zu Microsoft gepflegt. 2023 hatte er einen Vertrag über 2,5 Milliarden Pfund für die Errichtung von Datenzentren und Ausbildungsprogrammen in Großbritannien unterzeichnet. In seiner neuen Funktion betont er, sich auf strategische Themen wie makroökonomische und geopolitische Entwicklungen zu beschränken, und versichert, keine politischen Entscheidungen im Vereinigten Königreich zu beeinflussen. Zudem wird sein gesamtes Gehalt an die von ihm und seiner Frau gegründete Wohltätigkeitsorganisation „Richmond Project“ fließen. Parallel zu seinen Tätigkeiten bei Microsoft und Anthropic ist Sunak auch als Senior-Advisor bei der Investmentbank Goldman Sachs tätig und verfasst Reden für Unternehmen wie Bain Capital und Makena Capital. Sein ehemaliger politischer Berater, Liam Booth-Smith, arbeitet ebenfalls für Anthropic, was die zunehmende Verflechtung zwischen britischer Politik und Silicon Valley unterstreicht. Ähnliche Muster gibt es auch in den USA: Ex-VP Nick Clegg war bis Januar 2025 bei Meta tätig und wurde später durch Joel Kaplan, ehemaliger Stellvertreter von George W. Bush, ersetzt. Auch Dustin Carmack, ehemaliger Berater von Florida-Gouverneur Ron DeSantis, trat 2024 in das Policy-Team von Meta ein. Microsofts globale Politikchefin ist Lisa Monaco, die unter Präsident Joe Biden als stellvertretende Generalstaatsanwältin tätig war. Branchenexperten sehen in Sunaks Berufsweg ein typisches Beispiel für die „Revolution der Politik-Silicon-Valley-Beziehungen“. Diese Verflechtung ermögliche Tech-Giganten, politische Einflussnahme durch ehemalige Regierungsmitglieder zu sichern – ein Phänomen, das in den USA bereits seit Jahren gang und gäbe ist. Kritiker warnen vor einem zunehmenden Machtgefälle, bei dem private Unternehmen durch ehemalige Regierungsvertreter direkten Zugang zu Entscheidungsebenen erhalten. Gleichzeitig wird die Rolle von Ex-Politikern als „Bridge-Builders“ zwischen Staat und Technologieindustrie als strategisch geschätzt – besonders in der AI-Regulierung, wo technische Expertise und politische Akzeptanz gleichermaßen entscheidend sind.

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