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Wall Street setzt auf KI: Banken transformieren Arbeitswelt und Effizienz

Wall Street-Banken setzen auf Künstliche Intelligenz: Von JPMorgan Chase bis Bank of America treiben Finanzinstitute eine tiefgreifende digitale Transformation voran. Die Technologie verändert nicht nur Arbeitsabläufe, sondern auch die Unternehmenskultur – von der Rolle des Softwareentwicklers über die Leistungsbewertung junger Banker bis hin zu neuen Aufgaben in der C-Suite. Besonders die Entwicklung autonomer KI-Agenten steht im Fokus. Laut der Beratungsfirma ThoughtLinks wird bis 2030 rund 44 % der Bankenarbeit durch KI neu definiert sein. Doch der Wandel bringt auch Herausforderungen mit sich: Cyberangriffe, die mit KI-Tools betrieben werden, stellen eine wachsende Bedrohung dar, und Investitionen in KI erzeugen immer noch nicht sofort messbare Renditen. JPMorgan Chase, unter CEO Jamie Dimon, setzt massiv auf KI, insbesondere in der Risikobewertung und im Compliance-Bereich. Die Bank nutzt KI-Systeme wie COiN für die Analyse von Verträgen und hat bereits Hunderttausende Stunden an manueller Arbeit eingespart. Auch Citigroup hat ihre KI-Strategie beschleunigt. CEO Jane Fraser berichtete, dass fast 180.000 Mitarbeiter in 83 Ländern in diesem Jahr über 7 Millionen Mal auf interne KI-Tools zugreifen. Die generative KI spart laut Fraser 100.000 Entwicklerstunden pro Woche durch automatisierte Code-Reviews. Im September startete Citi einen Pilot mit agentic AI für 5.000 Mitarbeiter – ein System, das komplexe Aufgaben mit nur einem Prompt erledigt. Zudem wurde ein firmenweiter Prozess zur systematischen Integration von KI in alle Geschäftsabläufe eingeführt, um Effizienz, Risikominimierung und Kundenerlebnis zu verbessern. Citi hat zudem einen KI-Experten von Morgan Stanley angeheuert, um die Vermögensverwaltung zu modernisieren. Goldman Sachs investiert 6 Milliarden US-Dollar in Technologie – CEO David Solomon wünscht sich sogar 8 Milliarden, kann sich das aber aufgrund der Renditeverpflichtungen nicht leisten. KI verändert vor allem die Rolle von Softwareentwicklern: Mit Tools wie Devin von Cognition Labs kann ein einziger Entwickler die Arbeit von zehn oder mehr Kollegen erledigen. Goldman hat zudem einen internen KI-Assistenten für alle Mitarbeiter eingeführt. Der Chief Data Officer Neema Raphael betont, dass die Dateninfrastruktur die Grundlage für alle KI-Initiativen ist – sein Team von rund 500 Mitarbeitern arbeitet eng mit allen Abteilungen zusammen. Morgan Stanley hat mit DevGen.AI bereits über 280.000 Entwicklerstunden eingespart. Tools wie Parable (Datenanalyse) und LeadIQ (Lead-Verteilung) unterstützen Berater und Kundenakquise. Ein Umfrage unter Praktikanten zeigte, dass 72 % ChatGPT täglich oder mehrmals pro Woche nutzen – das beliebteste Werkzeug. Die Bank war früh mit OpenAI verbunden und fördert nun auch Ideen von Mitarbeitern, die in KI-Initiativen umgesetzt werden. Bank of America, unter CEO Brian Moynihan, setzt auf KI in der Kundenbetreuung und im Kreditgeschäft, wobei die Fokussierung auf datenbasierte Entscheidungsfindung und Prozessautomatisierung steigt. Bewertung: Laut Branchenexperten markiert die KI-Transformation in der Wall Street den Beginn einer neuen Ära der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. „Die Banken, die heute KI nicht systematisch einsetzen, werden in fünf Jahren im Rückstand sein“, sagt ein ehemaliger CIO. Die Fokussierung auf KI-Strategien, Datenqualität und Talentgewinnung zeigt, dass die Branche nicht nur technologisch, sondern auch kulturell umgestellt wird. Die größten Chancen liegen in der Kombination von KI mit menschlichem Know-how – besonders in Beratung und strategischer Planung.

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