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Bots machen soziale Medien nach Altman zur Illusion

OpenAI-Chef Sam Altman hat am Montag eine bemerkenswerte Erkenntnis geteilt: Auf Social-Media-Plattformen wie X und Reddit ist es zunehmend unmöglich zu erkennen, ob Beiträge von Menschen oder von KI-Bots stammen. Sein Epiphany ereignete sich beim Lesen von Posts im Reddit-Subreddit r/Claudecode, das vor allem Begeisterung für OpenAIs Programmier-Tool Codex zeigt. Obwohl Altman weiß, dass die Popularität von Codex real ist, zweifelt er an der Authentizität der Beiträge. „Ich vermute, dass es alles gefälscht oder von Bots stammt, obwohl ich weiß, dass die Wachstumsrate wirklich stark ist“, schrieb er auf X. Altman analysierte seine eigenen Gedanken und identifizierte mehrere Faktoren, die zu diesem Gefühl beitragen. Er vermutet, dass echte Nutzer zunehmend die sprachlichen Eigenheiten von KI-Modellen übernommen haben – sogenanntes „LLM-speak“, mit typischen Formulierungen wie Em-Dashes und spezifischen rhetorischen Mustern. Gleichzeitig neigen sogenannte „Extremely Online“-Communities dazu, sich in sehr ähnlicher Weise zu verhalten, was zu einer künstlichen Korrelation in der Inhaltsproduktion führt. Der Hype um KI-Tools sei zudem extrem, mit einem typischen Muster von „es ist zu Ende – wir sind zurück“-Dynamik. Zudem werde durch die Monetarisierung von Inhalten und die Engagement-Optimierung durch Plattformen Druck auf die Erstellung viralen Inhalts ausgeübt. Altman verweist auch auf die Möglichkeit von Astroturfing – also gefälschten Beiträgen, die von Dritten bezahlt werden, um den Eindruck von echter Beliebtheit zu erwecken. Obwohl es dafür keine Beweise gibt, erinnert er daran, dass OpenAI-Subreddits nach der Einführung von GPT-5.0 mit Kritik überschüttet wurden, was zeigt, dass Nutzer nicht immer loyal sind. Einige Kritiker vermuten, dass Altmans Aussage Teil einer strategischen Marketingkampagne für ein vermutetes neues soziales Netzwerk von OpenAI sei, das angeblich in frühen Entwicklungsphasen ist. Obwohl dies unbestätigt bleibt, wirft es die Frage auf, ob ein solches Netzwerk wirklich botfrei sein könnte. Interessanterweise haben Forscher der Universität Amsterdam bereits ein vollständig aus Bots bestehendes soziales Netzwerk gebaut – und dort bildeten sich schnell Clans und Echochambers, genau wie in menschlichen Communities. Auch andere Experten bemerken den Trend. Paul Graham von Y Combinator beobachtet, dass nicht nur staatliche Akteure oder Gruppen, sondern auch einzelne Influencer AI-generierte Inhalte veröffentlichen. Substack-Chef Chris Best warnte vor „sophisticated AI goon bots“, die die Medienlandschaft mit minderwertigen, aber engagierenden Inhalten überschwemmen werden. „Wir werden in einer Welt leben, in der AI-slop ständig dumme Menschen zum Klicken bringt“, sagte er. Altman selbst hatte bereits letzte Woche ähnliche Bedenken geäußert. Sein Fazit: Die Internetkultur ist verändert. Was einst menschlich wirkte, wirkt heute oft künstlich – nicht nur wegen Bots, sondern auch weil Menschen selbst künstlich klingen. Die Grenze zwischen Mensch und Maschine verschwimmt zunehmend.

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