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Vibe Coding gefährdet traditionelle Software

Mustafa Suleyman, CEO of Microsoft AI, hat in einem Interview mit der Podcast-Reihe „Exponential View“ die rasante Entwicklung von „Vibe Coding“ als transformative Kraft in der Softwareentwicklung hervorgehoben. Laut Suleyman ermöglichen moderne KI-Tools mittlerweile jedem, innerhalb von Sekunden oder Minuten Anwendungen zu erstellen – ohne tiefgehende Programmierkenntnisse. „Du kannst eine dreiminütige Anleitung anschauen, dich einrichten und loslegen“, sagte er. Die KI übernimmt nicht nur Code-Schreiben, sondern unterstützt auch bei der Ideenfindung und dem Prototyping. Suleyman selbst nutzt diese Methode, um ein System zu verwalten, das DJs, Konzerte und Festivals mit seinem Reiseplan abgleicht – eine Aufgabe, die früher manuell und zeitaufwändig war, nun aber automatisch in einer aktualisierten Tabelle läuft. Diese Entwicklung wirft erhebliche Fragen auf: Kann traditionelle Software bald überflüssig werden? Die Angst vor einer Massenentbehrung von Softwareprodukten wächst, besonders in Branchen wie Rechtswesen, wo KI-Assistenten wie Anthropic’s Cowork bereits Dokumentenüberprüfungen und Compliance-Tracking übernehmen – Aufgaben, die früher auf spezialisierte Software angewiesen waren. Die Reaktion der Märkte war heftig: Rechtssoftware-Unternehmen in Europa und den USA verloren massiv an Wert, als die Nachricht über die neuen KI-Funktionen kam. Ähnliche Verkaufsdruckwellen hatten bereits OpenAI ausgelöst, als es intern KI-gestützte SaaS-Tools vorstellte. Viele der neuesten Tools, die den Markt durcheinanderbringen, wurden selbst mit KI entwickelt. OpenClaw, ein KI-Personal-Assistent, wurde mit Hilfe von KI gebaut, während Moltbook – eine viral gewordene Plattform für KI-Agenten – vollständig „vibe-coded“ entstand. Auch Anthropic gab an, dass sein Cowork-Assistent fast ausschließlich von Claude, der KI von Anthropic, geschrieben wurde. Der Produktmanager Felix Rieseberg betonte, dass das Team die Anwendung in weniger als einer Woche aufgebaut habe. Entwickler wie Peter Steinberger von OpenClaw berichten, dass KI heute das gesamte Entwicklungsrepertoire revolutioniert. Bret Taylor, Vorsitzender von OpenAI, sieht die Zukunft in KI-Agenten, die statt klassischer Dashboards und Formularen die primäre Schnittstelle darstellen werden. „Die Frage ist nicht mehr, wie man eine App baut, sondern: Wer baut die Agenten?“, fragte er. Ob man sie kaufen oder selbst entwickeln wird, wird entscheidend sein. Die Branche steht vor einem tiefgreifenden Paradigmenwechsel: Software wird weniger ein Produkt, mehr eine dynamische, künstlich intelligente Dienstleistung. Während die Effizienz steigt, wächst die Unsicherheit über die Zukunft von Softwareunternehmen und Entwicklern, die nicht in die KI-Revolution integriert sind.

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