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Amazon stellt Alexa+ weltweit für Prime-Mitglieder bereit

Amazon hat Alexa+, die überarbeitete, künstliche Intelligenz-basierte Version seiner Sprachassistentin, ab Mittwoch für alle Nutzer in den Vereinigten Staaten verfügbar gemacht. Die Funktion ist für Prime-Mitglieder kostenlos und steht über alle Geräte – darunter Echo-Lautsprecher, Fire TV, Alexa.com und die Alexa-App – sowie über Partnergeräte von Samsung, Bose und anderen Herstellern zur Verfügung. Nicht-Prime-Nutzer können Alexa+ über die Website oder die App kostenlos nutzen, allerdings mit gewissen Einschränkungen, die vor allem der Verhinderung von Missbrauch dienen. Für 19,99 US-Dollar im Monat ist eine abonnementbasierte, vollständige Version für Nicht-Prime-Nutzer geplant – ein Preis, der vergleichbar mit ChatGPT Plus ist. Alexa+ ist modellunabhängig und nutzt sowohl eigene Foundation-Modelle von Amazon als auch externe KI-Technologien, um komplexe Aufgaben effizienter zu erledigen. Im Gegensatz zur klassischen Alexa kann sie nun natürliche, kontinuierliche Gespräche führen, Fragen nachverfolgen und mehrere Aufgaben autonom ausführen. Dazu gehören Reiseplanung, Kalenderaktualisierungen, Rezept-Speicherung, Filmempfehlungen, Hausaufgabenhilfe und tiefere Recherchen zu Themen. Durch Integrationen mit Diensten wie Ticketmaster, Uber, Expedia, OpenTable und Yelp kann sie auch konkrete Aktionen wie Reservierungen oder Fahrten anfordern. Während des einjährigen Beta-Tests hatte Amazon Nutzern die Wahl, zwischen der alten Alexa und Alexa+ zu wechseln. Laut Daniel Rausch, VP von Alexa und Echo, liegt der Anteil derer, die zurückgekehrt sind, in den niedrigen einstelligen Prozenten – ein Indiz für hohe Akzeptanz. Zudem zeigte sich eine deutliche Steigerung der Nutzung: Musikstreaming stieg um 25 %, die Interaktion mit Rezepten wuchs um das Fünffache, und Nutzer führen im Durchschnitt zwei bis drei Mal mehr Gespräche mit Alexa+ als mit der klassischen Version. Amazon hat auf Feedback aus der Beta-Phase reagiert. So wurde die Sprachausgabe angepasst: Die ursprüngliche Stimme ist weiterhin verfügbar (als „Voice No. 2“), nun aber mit künstlicher Intelligenz verbessert, um mehr Ausdruck zu verleihen. Auch das unerwünschte Eingreifen wurde reduziert – Alexa fragt nun: „Ist das für mich?“, wenn sie unsicher ist, wer angesprochen wird. Die Benutzerfreundlichkeit ist weiterhin anpassbar: So kann der „Follow-on-Modus“ deaktiviert werden, wenn Nutzer keine kontinuierliche Aufnahme wünschen. Rausch lässt offen, ob künftig verschiedene Persönlichkeiten für Alexa+ möglich sein werden – „Bleibt dran“ –, was auf zukünftige Anpassungsmöglichkeiten hindeutet. Die Einführung von Alexa+ markiert einen bedeutenden Schritt in der Weiterentwicklung von Sprachassistenten hin zu agilen, proaktiven KI-Partnern. Die strategische Integration in Prime und die breite Verfügbarkeit zeigen, wie Amazon seine KI-Plattform stärken und Wettbewerbsvorteile gegenüber ChatGPT oder Google Assistant ausbauen will. Die hohe Nutzungsrate und positive Feedback-Quote deuten auf eine erfolgreiche Markteinführung hin, wobei die langfristige Akzeptanz und die Skalierbarkeit in anderen Regionen entscheidend sein werden.

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