Google bereitet neues Nest Hub mit AI-Unterstützung vor
Google deutet auf ein neues Nest Hub-Modell hin, nachdem das Unternehmen zuletzt nur einen neuen Smart Speaker für seine künstliche Intelligenz-Plattform Gemini vorgestellt hatte. Anish Kattukaran, Leiter von Google Home, bestätigte gegenüber The Verge, dass Google weiterhin stark in die Entwicklung von Smart Displays investiert. In einem Gespräch im The Vergecast betonte er, dass das Formfaktor eines Smart Displays – mit Mikrofon, Lautsprecher, Bildschirm und optionaler Kamera – ideal sei, um mit Gemini for Home interagieren zu können. Die Kombination aus Sprache, visueller Rückmeldung und visueller Wahrnehmung durch die Kamera eröffne neue Möglichkeiten für eine multimodale Interaktion, die Google als Schlüssel für eine echte AI-Integration im Haushalt sieht. Derzeit sind die bestehenden Modelle, das Nest Hub und das Nest Hub Max, seit 2021 unverändert. Obwohl sie mit der Gemini-Plattform kompatibel sind – insbesondere das Hub Max mit seiner Kamera und das Hub mit dem Soli-Radar für Gestensteuerung – wirken sie aufgrund ihres veralteten Hardware-Stacks nicht wie Flaggschiffe für 2025. Ein neues Gerät müsste deutlich leistungsfähiger sein, mit schnellerer Verarbeitung, verbesserter KI-Unterstützung und möglicherweise einer neuen Benutzeroberfläche, die die volle Kraft von Gemini ausschöpft. Auch Amazon setzt aktuell stark auf Smart Displays: Mit dem neuen Echo Show 15 und dem Echo Show 8, die mit dem leistungsstarken AZ3 Pro-Chip, lokaler Edge-Verarbeitung und dem Omnisense-Fusions-System ausgestattet sind, zeigt das Unternehmen, dass die Plattform weiterhin relevant ist. Diese Geräte sammeln kontextbezogene Daten aus dem Smart-Home-Umfeld, um die KI-Assistenten besser zu unterstützen. Für Google wäre ein neues Smart Display nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch eine strategische Antwort auf die zunehmende Bedeutung multimodaler Interaktion. Während Smart Displays bisher oft als digitale Fotoalben missbraucht wurden, könnte die Integration von Gemini – mit Sprache, Bild, Bewegung und Umgebungsdaten – den Durchbruch bringen. Ein neues Gerät könnte als zentrale Steuereinheit für das intelligente Zuhause dienen, die KI-Interaktionen visuell und kontextbezogen bereichert. Industriebeobachter sehen in der Rückkehr zu Smart Displays eine kluge Strategie. „Die Zukunft der Smart-Home-Interaktion liegt nicht in der Sprache allein, sondern in der Kombination von Audio, Video und Sensorik“, sagt ein Experte für KI-Produkte. „Google muss jetzt zeigen, dass es nicht nur eine gute Sprach-App, sondern ein echtes AI-Ökosystem baut.“ Mit dem möglichen Ende des Nest-Namens außer bei Kameras und Thermostaten deutet sich zudem eine Neuausrichtung der Marke an – möglicherweise ein neuer Name wie „Google Home Hub“ –, die die Fokussierung auf die KI-Plattform unterstreicht.
