HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

Künstliche Intelligenz als kreativer Partner: Erfolg durch gezielte Zusammenarbeit

Künstliche Intelligenz (KI) kann ein wirksamer kreativer Partner sein – vorausgesetzt, die Zusammenarbeit wird gezielt gestaltet. Eine Studie des University of Cambridge, der University of Queensland und der Rice University zeigt, dass reine KI-Integration nicht automatisch zu besseren kreativen Ergebnissen führt. Vielmehr hängt der Erfolg von klaren Anleitungen und strukturierten Prozessen ab, die sowohl Menschen als auch KI in der gemeinsamen Ideenentwicklung unterstützen. Die Forscher definierten „verstärktes Lernen“ neu: In der Ära generativer KI (GenAI) ist Lernen kein reiner individueller Prozess mehr, sondern eine kollektive Entwicklung, bei der Mensch und KI sich gegenseitig beeinflussen, Ideen weiterentwickeln und Feedback geben. Die Studie, veröffentlicht in Information Systems Research, basiert auf drei verbundenen Experimenten mit insgesamt 480 Teilnehmern. Zunächst zeigte sich, dass menschlich-KI-Teams bei sozialen und ökologischen Problemlösungen nicht automatisch kreativer wurden, auch wenn sie mehrmals zusammenarbeiteten. Die Analyse der Zusammenarbeit identifizierte drei Formen: Menschen geben Ideen, fragen KI nach Ideen, oder entwickeln gemeinsam Ideen weiter. Nur die gemeinsame Weiterentwicklung führte zu einer Steigerung der Kreativität – doch diese Form der Zusammenarbeit wurde selten genutzt. Erst in der dritten Studie führte eine gezielte Anweisung, sich auf die gemeinsame Weiterentwicklung zu konzentrieren, zu deutlichen Verbesserungen. Die Forscher betonen: Kreativität steigt nicht durch ständige Ideenproduktion, sondern durch Rückkopplung, Anpassung und iterative Verbesserung. Ein Beispiel aus der Praxis ist Netflix, das KI nicht als Ersatz für Drehbuchautoren, sondern als Partner im Prozess nutzt: Während Menschen erste Entwürfe erstellen, analysiert KI Charakterbögen, Rhythmus und Zuschauerpräferenzen, um die Geschichten zu optimieren. Dies zeigt, dass der Schlüssel zur erfolgreichen Zusammenarbeit darin liegt, Aufgaben in Phasen zu unterteilen – KI generiert, Menschen evaluieren und verfeinern. Die Autoren warnen, dass viele Unternehmen nach dem Erscheinen von ChatGPT 2022 hastig KI-Tools einführten, ohne die notwendigen Strukturen für effektive Kooperation zu schaffen. KI-Systeme müssten zukünftig aktiv auf Feedback, Erweiterung und Verfeinerung hinweisen, anstatt nur Ideen zu produzieren. Für Organisationen bedeutet das: Kreativität wächst nicht durch Technologie allein, sondern durch gezielte Schulung, klare Workflows und die Anerkennung von KI als kreativen Partner, der mit Feedback und Iteration arbeitet. In der Branche wird die Studie als wegweisend angesehen. „Die Forschung zeigt, dass KI nicht nur ein Werkzeug, sondern ein kreativer Mitgestalter sein kann – wenn wir lernen, mit ihr zu kooperieren, statt sie zu überlassen“, sagt ein Experte für KI-Management. Die beteiligten Institutionen – Cambridge Judge Business School, University of Queensland und Rice University – sind führend in der Erforschung menschlich-technologischer Kooperation, wobei die Autoren, darunter Dr. Yeun Joon Kim und Dr. Luna Luan, sich auf die Gestaltung mensch-zentrierter KI-Systeme spezialisiert haben. Die Erkenntnisse sind relevant für alle Branchen, die kreative Prozesse digitalisieren wollen.

Verwandte Links

University of CambridgeUniversity of Cambridge
Künstliche Intelligenz als kreativer Partner: Erfolg durch gezielte Zusammenarbeit | Aktuelle Beiträge | HyperAI