US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet durch AI-Investitionen
Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im zweiten Quartal stärker als zuvor geschätzt, wobei Investitionen von Unternehmen in geistiges Eigentum – insbesondere in künstliche Intelligenz (KI) – eine zentrale Rolle spielten. Laut einer überarbeiteten Schätzung des National Bureau of Economic Research (NBER) stieg die Wirtschaftsleistung um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, gegenüber der ursprünglichen Prognose von 2,5 Prozent. Der Anstieg wurde vor allem durch einen deutlichen Sprung in den Investitionen in Intangible Assets getrieben, darunter Software, Datenbanken und KI-Entwicklungen. Diese Investitionen spiegeln die wachsende Bedeutung digitaler Infrastruktur und Technologie in der Wertschöpfung wider. Die steigenden KI-Investitionen zeigen, dass Unternehmen in den USA zunehmend in Zukunftstechnologien mit langfristigem Nutzen, aber kurzfristigem Kostenaufwand, investieren. Experten verweisen darauf, dass die Aufwertung der Intangible Assets im BIP-Maßstab nun stärker als je zuvor die wirtschaftliche Dynamik widerspiegelt. Besonders auffällig war der Anstieg bei IT- und Softwareunternehmen sowie bei großen Tech-Unternehmen wie Microsoft, Google und Amazon, die massiv in KI-Infrastruktur und -forschung fließen. Trotz des positiven Wachstums bleibt die wirtschaftliche Lage unsicher. Die Einführung von Zöllen auf Importe aus mehreren Ländern – darunter China, Mexiko und Kanada – hat weiterhin Unsicherheit geschürt. Diese Maßnahmen wirken sich negativ auf die globalen Lieferketten aus und erhöhen die Kosten für Unternehmen und Verbraucher. Zudem könnte die Inflation weiterhin Druck auf die Zentralbank ausüben, was die Zinssätze auf einem hohen Niveau halten könnte. Die Federal Reserve bleibt vorsichtig und beobachtet die Entwicklung der Preise sowie die Auswirkungen der Handelspolitik genau. Die überarbeiteten Zahlen unterstreichen auch, dass die Wirtschaftsleistung in den USA zunehmend von digitalen und technologischen Innovationen getragen wird. Dies könnte langfristig zu einer Produktivitätssteigerung führen, wenn die Investitionen in KI tatsächlich zu messbaren Effizienzgewinnen und neuen Geschäftsmodellen führen. Gleichzeitig bleibt die Abhängigkeit von globalen Lieferketten und der geopolitische Spannungsfaktor ein Risiko für die Stabilität der Wachstumsdynamik. Industriebeobachter sehen in der Entwicklung eine klare Trendwende: Die Wirtschaftsleistung wird zunehmend von immateriellen Vermögenswerten bestimmt. „Die neue Ära der Wertschöpfung ist digital“, sagt ein Wirtschaftsanalyst von JPMorgan Chase. „KI-Investitionen sind kein kurzfristiger Hype, sondern eine strategische Neuausrichtung der Unternehmensstrategien.“ Unternehmen wie NVIDIA, Meta und Alphabet haben ihre R&D-Budgets in den letzten Jahren massiv erhöht, was die wirtschaftliche Bedeutung der KI-Revolution unterstreicht. Die US-Regierung unterstützt diese Entwicklung durch Förderprogramme und die Schaffung von KI-Testfeldern, um die technologische Führung zu sichern. Die Kombination aus steigenden Investitionen, technologischem Fortschritt und einer anhaltend robusten Nachfrage im Inland stärkt die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft – auch wenn externe Risiken weiterhin die Planung erschweren.
