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Tesla-Wachstum trotz sinkender Gewinne – Aktie fällt

Tesla verzeichnete im dritten Quartal ein Wachstum der Umsätze um 12 % auf 25,18 Milliarden US-Dollar, nachdem die Zahlen in den beiden vorangegangenen Quartalen gesunken waren. Dennoch fiel der Gewinn um 37 % auf 1,37 Milliarden Dollar (39 Cent pro Aktie), deutlich unter den Erwartungen der Analysten. Ursachen waren niedrigere Elektrofahrzeug-Preise und eine um 50 % gestiegene operative Kostenlast, die teilweise auf Investitionen in Künstliche Intelligenz und andere Forschungsprojekte zurückzuführen sei. Der Rückgang der Einnahmen aus Fahrzeugregulierungscredits – um 44 % auf 417 Millionen Dollar – spiegelt die Beendigung der US-amerikanischen Steuergutschriften für Elektrofahrzeuge wider, die mit dem Haushaltsgesetz unter Donald Trump ausgelaufen sind. Diese Ablaufsperre führte zu einem vorübergehenden Verkaufsschub im dritten Quartal, da Konsumenten vor dem Ende der Förderung eilten. Dennoch bleibt die Nachfrage in Europa schwach, beeinträchtigt durch die politische Äußerungen von CEO Elon Musk und zunehmenden Wettbewerb von Herstellern wie Volkswagen und BYD. Trotz eines Rekordlieferungsvolumens von 497.099 Fahrzeugen im Quartal (Produktion: 447.450) stagniert die Gesamtlieferung im Jahr 2025 mit rund 1,2 Millionen Fahrzeugen um etwa 6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Tesla kündigte zudem neue, günstigere Versionen des Model Y und Model 3 an, um die Zugänglichkeit der Fahrzeuge nach dem Wegfall der Steuergutschriften zu erhöhen. Der größte Wachstumstreiber war die Energieerzeugungs- und -speicherungssparte, die mit einem Anstieg um 44 % auf 3,42 Milliarden Dollar die höchsten Umsätze seit Jahren erzielte. Insbesondere die Megapack-Produkte fanden bei Musk’s KI-Start-up xAI hohe Nachfrage, das 2024 insgesamt 198,3 Millionen Dollar und bis Februar 2025 weitere 36,9 Millionen Dollar für Tesla-Produkte ausgab. Zudem arbeitet Tesla an der ersten Produktionslinie für den humanoiden Roboter Optimus und erweitert seine Robotaxi-Dienste in Austin und der Bay Area. Die Firma verzichtete jedoch auf konkrete Lieferprognosen für 2025 und begründete dies mit Unsicherheiten durch globale Handels- und Fiskalpolitik. Die Aktie gab nach der Veröffentlichung um etwa 2 % nachbörslich nach, obwohl sie 2025 insgesamt fast 9 % zulegte – weiterhin hinter den meisten Megacap-Unternehmen zurück. Branchenexperten sehen die Entwicklung als ambivalent: Während die Energie-Sparte und die strategischen Investitionen in KI und Robotik langfristig vielversprechend sind, bleibt die Kerngeschäftslinie – die Fahrzeugproduktion – unter Druck. Analysten betonen, dass die fehlende Quantifizierung von Lieferzielen und die zunehmende Abhängigkeit von externen Faktoren wie Politik und Handelskriege die Marktvertrauensbildung erschweren. Tesla bleibt weiterhin ein Schlüsselakteur in der Elektromobilität und Energietechnologie, doch die Balance zwischen Innovation und kurzfristiger Rentabilität bleibt herausfordernd.

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