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Meta im Umbruch: AI-Offensive, Kulturkampf und Entlassungen

Meta hat im Jahr 2025 eine radikale Transformation durchgemacht, die von CEO Mark Zuckerberg als „Jahr der Intensität“ angekündigt wurde. Ziel war es, den Wettlauf um künstliche Intelligenz zu gewinnen, indem das Unternehmen seine Strukturen umkrempelte, Ressourcen neu ausrichtete und Milliarden in AI-Investitionen steckte. Dazu gehörte die Gründung der Meta Superintelligence Labs (MSL), die 14-Milliarden-Dollar-Investition in die AI-Training-Firma Scale AI und die Einstellung des 28-jährigen Gründers Alexandr Wang als Chief AI Officer. Parallel dazu wurde die Metaverse-Strategie zurückgefahren, Tausende Stellen abgebaut – insgesamt etwa 3.600 im Februar – und die Leistungsbeurteilung verschärft. Zudem wurde ein neues System eingeführt, das für Teams ab 150 Mitarbeitern eine Quote von 15 bis 20 Prozent „unter Erwartungen“ vorsah, was zu einem drückenden, wettbewerbsorientierten Klima führte. Die Umstrukturierung führte zu erheblichen inneren Spannungen. Ex- und aktuelle Mitarbeiter berichteten von fehlender strategischer Klarheit, endlosen Meetings ohne Entscheidungen und einem Kulturwandel, der als „männlicher Energie“ beschrieben wurde. Die massive Vergütung von externen AI-Talente aus OpenAI und DeepMind schürte Rivalitäten gegenüber bestehenden Mitarbeitern, die sich benachteiligt fühlten. Zudem führte die vierte Reorganisation im August, bei der MSL in vier Teams aufgeteilt wurde – darunter ein „TBD Lab“ – zu Unklarheiten über Verantwortlichkeiten und Informationsfluss. Innerhalb von zwei Monaten verließen acht AI-Mitarbeiter das Unternehmen, was auf tiefgreifende Kulturelle Spannungen hindeutet. Trotz der Turbulenzen zeigten interne Umfragen, dass die Mitarbeiterzufriedenheit in der zweiten Jahreshälfte deutlich stieg: 80 Prozent gaben „Optimismus“, 71 Prozent „Stolz“ und 68 Prozent „Vertrauen in die Führung“ an – ein Anstieg um 10 bis 12 Prozentpunkte gegenüber dem Frühjahr. Die Befragung hatte eine Teilnahmequote von 91 Prozent. Gleichzeitig wuchs die Kritik an der internen Kommunikation: Mitarbeiter klagten über vorgefilterte Q&A-Fragen, zensurierte Beiträge und ein Klima der Angst, wie ein anonymes Umfrageergebnis im Januar zeigte, in dem die Mehrheit „sehr“ oder „extrem“ Angst vor Konsequenzen bei Kritik an Arbeitsbedingungen äußerte. Doch auch positive Stimmen sind laut. Viele leistungsstarke Mitarbeiter schätzen die neuen Herausforderungen, die Möglichkeit, an der Spitze der AI-Entwicklung mitzuwirken, und die hohen Gehälter, Gratisverpflegung und die technologische Exklusivität. Experten wie Mike Proulx von Forrester betonen, dass Meta nun zeigen muss, wie seine AI-Strategie, die Infrastruktur und die Produktintegration zusammenwirken, um langfristig wachstumsstark zu sein. Obwohl die Aktie 2025 um 7,5 Prozent stieg, unterlag sie deutlich dem S&P 500 und den anderen „Magnificent 7“-Unternehmen. Die zentrale Frage bleibt: Läuft Meta mit zu viel Intensität Gefahr, sich selbst zu überfordern – oder wird die radikale Umstellung letztlich zum entscheidenden Vorteil im globalen AI-Wettlauf?

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