AI-Netzwerk Goodword sichert 4 Millionen Dollar ein
Goodword, ein neues Startup im Bereich professioneller Netzwerke, hat eine Seed-Finanzierungsrunde von 4 Millionen US-Dollar abgeschlossen, angeführt von Human Ventures mit Beteiligung von January Ventures, Bain’s Future Back Ventures sowie prominenten Investoren wie Andrew Yeung und den Mitgründern von Chief. Gegründet wurden das Unternehmen 2024 von Caroline Dell, ehemalige Early Employee bei Chief – einer Netzwerkplattform für Frauen in Führungspositionen – und Chris Fischer, Technologie- und Produktchef mit Erfahrung bei mehreren Tech-Startups. Ziel von Goodword ist es, die Qualität, nicht die Quantität von beruflichen Beziehungen zu verbessern. Im Gegensatz zu Plattformen wie LinkedIn, die als „Inhaltsmaschine“ beschrieben werden, positioniert sich Goodword als „Networking-Copilot“, der durch KI-gestützte Tools wie intelligente Suchfunktionen, Erinnerungen für Follow-ups und automatisierte Einführungen die Pflege bestehender Kontakte erleichtert. Die Plattform nutzt große Sprachmodelle von OpenAI und integriert sich in bestehende Tools wie LinkedIn, Kalender und E-Mail. Dabei bleibt der Mensch im Mittelpunkt: Goodword will nicht die Interaktion ersetzen, sondern sie unterstützen. Die Nutzer können mit einem AI-Assistenten über ihre Kontakte und Meetings kommunizieren, um Beziehungen strategisch zu pflegen. Derzeit kostet die Jahresmitgliedschaft etwa 200 Dollar, es gibt eine kostenlose Testphase. Die Entwicklung wird durch die neue Finanzierung vorangetrieben – insbesondere in Richtung weiterer Datenintegrationen, Skalierung der KI-Infrastruktur und Erweiterung des R&D-Teams. Das Unternehmen ist in New York ansässig und beschäftigt fünf Vollzeitmitarbeiter sowie drei Contractor. Die Plattform zielt auf eine tiefere, nachhaltigere Form der beruflichen Vernetzung ab, die der menschlichen Kapazität zur Verarbeitung sozialer Beziehungen Rechnung trägt – ein Konzept, das auf der Dunbar-Zahl basiert, der Theorie, dass Menschen nur etwa 150 stabile soziale Beziehungen gleichzeitig pflegen können. In einer Welt, in der digitale Vernetzung überflutet, sieht Goodword eine Lücke: Die Technologie soll nicht isolieren, sondern menschliche Verbindungen stärken. Industrieexperten sehen in Goodword eine vielversprechende Antwort auf die Überlastung durch digitale Netzwerke. „Die Herausforderung ist nicht mehr, neue Kontakte zu finden, sondern sie zu pflegen“, sagt ein Branchenanalyst. „Goodword adressiert genau diesen kritischen Punkt mit einer menschenzentrierten KI-Strategie.“ Die Plattform positioniert sich damit klar zwischen reinen Networking-Apps und reinen KI-Agenten – eine Nische, die zunehmend nachgefragt wird. Mit seiner Kombination aus technologischer Präzision und sozialer Intelligenz könnte Goodword zu einem Schlüsselplayer in der nächsten Generation professioneller Vernetzung werden.
