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AI droht Kreatoren auf Social Media das Aus zu bedeuten

Die Einführung von OpenAI’s Sora 2 hat erneut die sozialen Medien in Aufruhr versetzt – nicht nur wegen der beeindruckenden Realitätsnähe künstlicher Videos, sondern vor allem wegen der tiefgreifenden Konsequenzen für die kreative Ökonomie. Michael Mignano, Partner bei Lightspeed Ventures und erfahrener Tech-Unternehmer, sieht darin das Ende einer Ära: „Der Einzelkreator wird in diesem Szenario weitaus, weitaus, weitaus weniger wertvoll“, sagte er in einem Gespräch auf der Podcastreihe „Sourcery“. Seine Vision: Eine Zukunft, in der Inhalte in Echtzeit und maßgeschneidert für jedes einzelne Nutzerprofil generiert werden – ohne menschliche Produktion. Die Algorithmen, wie der von TikTok, sind bereits extrem effizient darin, Aufmerksamkeit zu maximieren, doch sie hängen weiterhin von menschlichem Input ab. AI könnte diesen Kostenfaktor eliminieren – mit der Folge, dass die Notwendigkeit für Influencer und Content-Creator sinkt. Mignano, der selbst Aviary (verkauft an Adobe) und Anchor (an Spotify) gegründet hat, und der 2024 in xAI investiert hat, bevor Elon Musk das Unternehmen übernahm, betrachtet diese Entwicklung als „ganze neue Ära für das Internet“. Obwohl er die „Todesmeldung“ für den Einzelkreator als „traurig“ bezeichnet, sieht er darin auch eine notwendige Transformation. Die aktuelle Phase ist bereits durch künstliche Inhalte geprägt: AI-Influencer auf Instagram, manipulative AI-Ads im TikTok Shop, fiktive Bunnys, die auf Trampolinen springen – all das ist bereits real. Zwar ist die vollständige, personalisierte, on-demand-Video-Generierung noch nicht erreicht, doch die Richtung ist klar. Die „Tote-Internet-Theorie“, die von Persönlichkeiten wie Alexis Ohanian und Sam Altman diskutiert wird, gewinnt an Boden: Der Großteil des Online-Verkehrs wird bereits von Bots und automatisierten Systemen gesteuert. Die Ära der Megastars wie MrBeast scheint zu Ende zu gehen. Laut Reed Duchscher, ehemaliger Manager von MrBeast, ist es heute einfacher, mit hyper-nischen Zielgruppen erfolgreiche Online-Unternehmen aufzubauen – ohne den Druck, viral zu werden. Wie können Kreative überleben? Mignano schlägt vor: durch echte Einzigartigkeit. „Plattformen werden Menschen nicht mehr belohnen, die dieselben alten Formate und Memes posten“, schrieb er in einer E-Mail an Business Insider. „Stattdessen wird nur noch echte Originalität in Bild, Persönlichkeit und Kreativität einen Wert haben.“ Die Zukunft gehört nicht mehr der Masse, sondern der Authentizität – und damit einem neuen, möglicherweise kleineren, aber tieferen kreativen Ökosystem. In der Branche wird Mignanos Ansicht als provokativ, aber nicht unzutreffend angesehen. Viele Investoren und Plattform-Entwickler arbeiten bereits an Systemen, die menschliche Kreativität durch AI-Generierung ersetzen wollen. Die Frage ist nicht mehr, ob, sondern wann die menschliche Stimme im digitalen Raum an Bedeutung verliert – und was an ihre Stelle tritt.

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