HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

Google integriert conversational Shopping und Werbung in AI-Modus

Der Online-Suchprozess wird durch die Entwicklung künstlicher Intelligenz zunehmend kompakter – und für Google bedeutet das: sich anpassen oder untergehen. Generative KI verändert, wie Nutzer suchen: Sie stellen längere, präzisere Fragen, finden schneller ihre Antworten und kaufen schneller ein. Für Google, dessen Kerngeschäft auf Suchanzeigen basiert, ist das eine Herausforderung – weniger Klicks, aber auch eine riesige Chance. In dieser Woche präsentierte Google neue Strategien, um die Veränderungen durch KI zu meistern, vor allem im Bereich des Online-Shoppings, der einen zentralen Teil der Werbeeinnahmen darstellt. Google überarbeitet nun die Suchfunktion im sogenannten AI Mode, der künstlich intelligenten Version der Suche. Nutzer können nun spezifischere Produktanfragen stellen – statt „burgunderroter Hemd“ etwa „burgunderroter Hemd in Größe 12 mit einer einzelnen Brusttasche für weniger als 50 Dollar“. Die KI kann zudem eine Liste von Produkten generieren und diese automatisch vergleichen. Laut Vidhya Srinivasan, Vizepräsidentin und General Manager von Werbung und Handel bei Google, sind die Suchanfragen in der KI-Mode bereits zwei- bis dreimal länger als in herkömmlichen Suchen. Sie beschreibt den neuen Ansatz als „Vibe Shopping“ – fließend, intuitiv, so wie Menschen tatsächlich sprechen. Im Gegensatz zur alten, keywordbasierten Suche, die oft künstlich strukturiert war, spiegelt diese Form des Suchens nun die natürliche Art des Denkens wider. Doch mit verkürzten Wegen von der Suche bis zum Kauf entsteht für Google die Notwendigkeit, neue Wege zu finden, um Nutzer im eigenen Ökosystem zu halten und Werbeklicks zu generieren. Eine neue Funktion, die „agente Checkout“-Funktion, ermöglicht es Nutzern, einen gewünschten Preis für ein Produkt festzulegen. Google-Bots scannen danach kontinuierlich das Web und kaufen automatisch, sobald der Preis fällt. Dieser Prozess spart Zeit und vereinfacht den Einkauf – und könnte auch für Google neue Einnahmequellen eröffnen. Für Werbetreibende hingegen wird die Situation komplizierter. Längere, präzisere Suchanfragen und frühere Eingriffe in den Kaufprozess machen es schwieriger, passende Keywords zu finden und die Nutzerreise vorherzusagen. In einer Pressekonferenz räumte Dan Taylor, Vizepräsident für globale Werbung bei Google, ein, dass die veränderte Suchlandschaft Werbetreibende herausfordert. „Sie kommen früher in ihrer Entdeckungs- und Kaufreise zu Google“, sagte er, „was neue Chancen bietet, aber auch die Planung schwieriger macht.“ Um diese Herausforderung zu meistern, stellte Google neue Agenten-Tools für Werbetreibende vor. Diese helfen, Kampagnen zu automatisieren und tiefere Einblicke in Nutzerverhalten zu gewinnen – was besonders wichtig ist, wenn die klassischen Suchmuster nicht mehr gelten. Für Google ist dies mehr als eine technologische Anpassung – es geht um die Zukunft seines Kerngeschäfts. Die Fähigkeit, die neuen Suchverhaltensweisen zu nutzen und gleichzeitig Werbeinnahmen zu sichern, ist entscheidend. Mit conversational shopping und intelligenten Agenten-Tools setzt Google erstmals gezielt auf die Monetarisierung der KI-Search. Die Zukunft der Suche ist nicht mehr nur eine Liste von Links – sie ist ein Dialog, ein Prozess, der von KI gesteuert wird. Und Google will darin nicht nur mitspielen, sondern führen.

Verwandte Links

Google integriert conversational Shopping und Werbung in AI-Modus | Aktuelle Beiträge | HyperAI