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FTC-Kommissarin fragt Status von Snap-AI-Beschwerde an

Die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC) Commissioner Rebecca Slaughter hat erneut Bedenken hinsichtlich der Behandlung eines Ermittlungsverfahrens gegen Snap Inc. geäußert, das sich auf den KI-Chatbot „My AI“ des Unternehmens bezieht. Im Januar hatte die FTC angekündigt, einen nicht öffentlich zugänglichen Beschwerdebrief über potenzielle Risiken und Schäden durch den Chatbot für junge Nutzer an das Justizministerium (DOJ) weitergeleitet zu haben – im „öffentlichen Interesse“. Doch bislang gibt es keine Informationen darüber, ob das DOJ die Angelegenheit aufgenommen, weiterverfolgt oder abgelehnt hat. Slaughter kritisierte diese Transparenzlücke scharf: „Wir wissen nicht, was mit dieser Beschwerde geschehen ist. Die Öffentlichkeit weiß es nicht – und das ist genau das, worüber sich Menschen Rechenschaft verschaffen sollten.“ Der Snap-Chatbot My AI, der Anfang 2023 eingeführt wurde, basiert auf KI-Modellen von OpenAI und Google und hat mehrfach wegen unangemessener, gefährlicher oder irreführender Antworten, insbesondere gegenüber Minderjährigen, Kritik hervorgerufen. Experten warnen vor möglichen psychologischen Schäden, Manipulationen oder der Verbreitung von Falschinformationen durch solche Systeme. Trotz der ursprünglichen Ankündigung der FTC blieb die Fortschreibung des Falls bislang unklar, was Slaughter als Mangel an Rechenschaftspflicht und öffentlicher Transparenz kritisiert. Ihre Äußerungen kamen einen Tag nach einem Treffen von Präsident Donald Trump mit führenden Tech-CEO’s wie Sundar Pichai (Google), Mark Zuckerberg (Meta) und Tim Cook (Apple) im Weißen Haus. Slaughter hob hervor, dass gerade in diesem Kontext die Berichte über Chatbots, die mit kleinen Kindern interagieren, besonders beunruhigend seien. Sie warf Trump vor, die Aufmerksamkeit auf die technologische Entwicklung zu lenken, während zugleich regulatorische Maßnahmen ausgesetzt bleiben. Zugleich ist Slaughter selbst Gegenstand politischer Spannungen: Trump versucht, sie aus ihrem Amt zu entfernen. Obwohl ein Berufungsgericht ihre Behauptung, die Entfernung sei verfassungswidrig, vorläufig zugestanden hatte, hat er nun die Supreme Court gebeten, die Entscheidung aufzuheben. Slaughter ist eine der zentralen Stimmen im FTC, die für strengere Regulierung von Big Tech und KI-Technologien eintritt. FTC-Chair Andrew Ferguson, der von Trump nominiert wurde, hatte bereits im Januar die Ermittlung gegen Snap öffentlich abgelehnt und von einer „Verletzung der Verfassung und des Rechtsstaatsprinzips“ gesprochen, falls das DOJ die Beschwerde weiterverfolgen sollte. Seine Haltung steht im Gegensatz zu Slaughters Forderung nach Transparenz und Schutz der Verbraucher. In der Branche wird Slaughters Position als Symbol für eine stärkere regulatorische Aufsicht über KI-Systeme gesehen. Experten betonen, dass die Entwicklung von KI-Chatbots in sozialen Netzwerken besonders sensibel ist, da sie direkt mit vulnerablen Nutzergruppen wie Kindern interagieren. Die fehlende Klarheit über den Status der Snap-Beschwerde wird daher als Indiz für eine mögliche regulatorische Ineffizienz angesehen – ein Risiko, das die öffentliche Vertrauensbasis in digitale Plattformen weiter untergräbt.

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