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13-Jähriger gewinnt 25.000 Dollar für AI-Gerät zur Sturzerkennung für Senioren

13-jähriger Kevin Tang hat mit seinem KI-gestützten Sturzdetektionsgerät FallGuard den ersten Platz beim 2025er 3M Young Scientist Challenge gewonnen und damit 25.000 US-Dollar Preisgeld erhalten. Der Grund für sein Projekt lag in einer persönlichen Erfahrung: Vor einigen Jahren stürzte seine Großmutter in der Küche, und da niemand sie sofort fand, erlitt sie dauerhafte Hirnschäden. Ein weiterer Fall bei einem Freundsverwandten, der erst am nächsten Tag entdeckt wurde, machte Tang bewusst, wie viele ältere Menschen jährlich unentdeckt am Boden liegen. So begann er im Sommer 2024, FallGuard zu entwickeln – ein System, das mithilfe einer Kamera und KI erkennt, ob jemand stürzt oder längere Zeit liegend verharrt. Die Erkennung erfolgt in Echtzeit und löst automatisch eine Benachrichtigung im FallGuard-App auf den Smartphones der Angehörigen aus. Wichtig: Das System arbeitet ohne Mobilfunkverbindung und generiert keine Messaging-Gebühren. Ein Gerät kann mehrere Geräte gleichzeitig verbinden, sodass mehrere Betreuer gleichzeitig informiert werden. Im Gegensatz zu tragbaren Geräten, die aufgeladen werden müssen, ist FallGuard eine stationäre Lösung – eine Kamera, die an der Wand befestigt wird, und ein Computer, der das KI-Modell ausführt. Wichtig: Kein Video wird aufgezeichnet oder gespeichert, was die Privatsphäre schützt. Die Technik basiert auf MediaPipe, einem KI-Tool von Google, das menschliche Körperpositionen über Schlüsselpunkte erfasst. Tang entwickelte einen zweistufigen Algorithmus, der Bewegung und Körperhaltung analysiert, insbesondere mithilfe von Bounding Boxes, die verfolgen, ob sich Körperproportionen von stehend zu liegend verändern. Um Fehlalarme zu vermeiden, prüft das System, ob die Bewegungsgeschwindigkeit plötzlich abbricht – ein Hinweis auf einen Sturz, nicht auf absichtliches Liegen. Aktuell ist das System auf eine Kamera und einen Computer begrenzt, aber Tang arbeitet daran, mehrere Kameras über ein einziges Gerät zu steuern, um die Abdeckung in größeren Räumen zu verbessern. Er nutzte einen Teil des Preisgeldes, um einen MacBook zu kaufen, um die App für verschiedene Computer verfügbar zu machen. Unterstützt wurde er durch Mark Gilbertson, einen AI-Experten von 3M, der ihm bei technischen Fragen wie Montage und Materialwahl half. Trotz seiner Jugend entwickelte Tang das Projekt selbst – von der ersten Kamera auf einem Stativ bis zur fertigen App. Mittlerweile hat er Interesse von etwa 500 Familien erhalten, darunter ein gehörloser Mann, der seine behinderte Frau pflegt und denkt, dass das Gerät sein Leben verändern könnte. Für Tang geht es nicht um den Preis oder die Anerkennung, sondern um die Entwicklung eines nutzbringenden Produkts, das Menschen wirklich hilft – ein Projekt, das von einem persönlichen Trauma zu einer technologischen Lösung für Millionen wurde. Die Reaktionen aus der Branche sind überwiegend begeistert. Experten loben die Einfachheit, den Fokus auf Datenschutz und die realistische Anwendbarkeit in häuslichen Umgebungen. FallGuard könnte als kostengünstige Alternative zu teuren Überwachungssystemen für Senioren dienen. Die Kombination aus KI, geringem Ressourcenverbrauch und hoher Benutzerfreundlichkeit macht das Projekt besonders vielversprechend. Kevin Tang wird als Beispiel für jugendliche Innovationen in der medizinischen Technologie hervorgehoben, die nicht nur technisch solide, sondern auch sozial verantwortungsvoll sind. Sein Ansatz, Probleme aus dem eigenen Leben zu lösen, unterstreicht die Bedeutung von Empathie in der Technikentwicklung.

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