Canva stellt KI 2.0 mit Prompt-Tools vor
Canva hat sein Design- und Workspace-Ökosystem mit dem Update Canva AI 2.0 grundlegend überarbeitet, um sich als zentrale Plattform für die KI-gestützte Inhaltserstellung zu positionieren. Die heutige Ankündigung führt aktualisierte Tools und neue Funktionen ein, die auf der Eingabe von Textbefehlen basieren. Nutzer können ihre Arbeiten nun erstellen oder anpassen, indem sie dem KI-Assistenten in eigenen Worten beschreiben, was sie erschaffen möchten. Ein Kernbestandteil des Updates ist eine neue Orchestrierungsschicht für Canvas KI-Modelle. Diese ermöglicht es Creatives und Marketern, über eine einzige, einheitliche Schnittstelle in Form eines Chatbots auf die gesamte Suite von Werkzeugen zuzugreifen. Anstatt verschiedene Funktionen manuell zu bedienen, können Nutzer komplexe Aufgaben wie „Erstelle einen Kampagnenplan für mehrere Kanäle zur Vorstellung unserer Sommerprodukte" stellen. Canva generiert daraufhin automatisch alle benötigten Elemente, die dann sofort zur Weiterbearbeitung oder Veröffentlichung bereitstehen. Das Unternehmen beschreibt Canva AI 2.0 als eine konversationelle, autonome Plattform, die Teams ermöglicht, von der ersten Idee bis zur vollständigen Umsetzung an einem Ort zu arbeiten. Dies soll zeitaufwändige manuelle Prozesse eliminieren und es den kreativen Mitarbeitern ermöglichen, sich auf die Feinabstimmung ihrer Werke zu konzentrieren. Canva vergleicht diesen Schritt mit dem größten Wandel seit der Einführung der Browser-basierten Designtools und bezeichnet ihn als Beginn eines neuen Zeitalters der Kreation. Ähnlich wie vor kurzem Adobe, das ebenfalls von einer Verschiebung hin zur promptbasierten Bearbeitung sprach, positioniert sich Canva als permanenter Begleiter im kreativen Prozess. Während traditionelle KI-Tools oft nur ein einmaliges Ergebnis liefern, begleitet Canva AI 2.0 den Nutzer durch den gesamten Workflow. Neue Funktionen wie ein persistenter Speicher lernen kontinuierlich aus den Arbeiten des Nutzers, um persönliche Stile zu übernehmen und die Konsistenz von Markenidentität und Ästhetik zu gewährleisten. Zudem führt „Object-Based Intelligence" eine präzisere Bearbeitung über Textbefehle ein, sodass spezifische Elemente wie Bilder, Texte oder Schriftarten verändert werden können, ohne das Gesamtbild zu beeinträchtigen. Neben den KI-Funktionen erhielt die Plattform weitere technische Verbesserungen. Dazu gehört die Unterstützung für HTML-Importe in Canva Code sowie eine vereinheitlichte Schnittstelle für Drittanbieter-Integrationen wie Slack, Gmail, Google Drive und Google Kalender. Canva AI 2.0 startet heute als Forschungspreview und rollt zunächst auf die ersten eine Million Nutzer aus, die die Canva-Homepage besuchen. Eine vollständige öffentliche Einführung für alle Nutzer soll in den folgenden Wochen erfolgen, wobei ein konkretes Datum dafür noch nicht bekannt ist.
