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vor 6 Tagen
Generative KI

KI-Unternehmen stellen Preisstrategie um

Softwareunternehmen im Bereich künstliche Intelligenz ändern grundlegend ihre Abrechnungsmodelle, um größere Geschäftsbudgets zu erschließen. Anstatt künftig die Anzahl der Mitarbeiter zu zählen, die ein Tool nutzen, beginnen einige Anbieter, Preise basierend auf der tatsächlich erbrachten Arbeitsleistung zu kalkulieren. Diese strategische Verschiebung wurde von Analysten der Goldman Sachs in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht detailliert beschrieben. Demnach positionieren Firmen ihre KI-Workflows zunehmend als Verkaufseinheiten von Arbeit oder Produktivität. Dies ermöglicht es den Anbietern, deutlich höhere Vertragswerte zu erzielen und auf neue Budgetlinien zuzugreifen, die bisher für solche Technologien nicht verfügbar waren. Durch diese Methode lassen sich Gewinne direkt vom Wert, den die Software schafft, ableiten. Parallel dazu helfen diese Modelle, starke Margen zu sichern, da sich die Erlöse nicht mehr zwingend an die Betriebskosten der KI-Infrastruktur koppeln müssen. Praktische Beispiele für diesen Wandel sind bereits am Markt zu sehen. Salesforce hat sogenannte „agentic work units" eingeführt, während Workday Credits verkauft, die an spezifische Arbeitseinheiten gekoppelt sind. Dieser Trend wird durch die hohen Kosten für Aufbau und Betrieb von KI-Systemen getrieben. Für Kunden bedeutet dies jedoch auch, dass Softwareausgaben weniger vorhersehbar werden als bei traditionellen Abonnementmodellen. Die Debatte wird von Branchenführern wie OpenAI-CEO Sam Altman weiter vorangetrieben. Altman verglich die Zukunft der KI-Vermarktung kürzlich mit der von Versorgungsunternehmen. Er sagte, das Geschäftsmodell aller Modellanbieter werde sich langfristig darauf konzentrieren, Token als Abrechnungsgrundlage zu verkaufen. Das Konzept sieht vor, dass Intelligenz in Zukunft ähnlich wie Strom oder Wasser als Nutzwert abgerechnet wird. Kunden würden ihre Nutzungsintensität messen lassen und genau nach Verbrauch bezahlen. Dieser Wandel markiert eine allgemeine Entwicklung in der Softwareindustrie. Seit dem Vorjahr verschiebt sich der Fokus weg von monatlichen Lizenzen pro Arbeitsplatz hin zu nutzungsbasierten Modellen. Analysten sehen diese neue Preismodelle als essenziell an, um die wirtschaftlichen Herausforderungen der KI-Entwicklung zu bewältigen und gleichzeitig den Unternehmen, die diese Tools einsetzen, eine flexibelere und bedarfsgerechte Abrechnung zu ermöglichen. Die Branche steht somit am Anfang einer neuen Ära, in der der Wert von Software nicht mehr an die Anzahl der Nutzer, sondern an die geleistete Arbeit gekoppelt ist.

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