Europas AML-System droht zusammenzubrechen – AI wird zur Pflicht
Europas AML-System steht laut einer neuen Studie von ThetaRay und dem EU-Regulierungsexperten Prof. Andrea Minto kurz vor einem strukturellen Zusammenbruch. Die Analyse zeigt, dass die bestehenden, auf Regeln basierenden Überwachungssysteme nicht mehr ausreichen, um den Anforderungen der neuen europäischen Vorschriften gerecht zu werden. Insbesondere der umfassende AML-Paket und die künstliche Intelligenz-Verordnung (AI Act) erzwingen eine tiefgreifende Digitalisierung der Geldwäscheprävention. Beide Rahmenwerke verlangen eine stärkere Integration von KI in die Kundenidentifikation und die Überwachung von Transaktionen – und klassifizieren diese Anwendungen als „hochriskant“, wodurch strenge Anforderungen an Transparenz, menschliche Aufsicht, Datensicherheit und Modell-Management gelten. Die Studie weist darauf hin, dass die derzeitigen Systeme durch hohe Falsch-Positiv-Raten, isolierte Datenarchitekturen und mangelnde grenzüberschreitende Sichtbarkeit versagen, was die Erkennung moderner, vernetzter Finanzkriminalität erschwert. Besonders kritisch sind die Schwächen in der Korrespondenzbanken- und Kryptowährungsbranche, wo traditionelle Ansätze versagen, komplexe, verschlüsselte Transaktionsnetzwerke zu enttarnen. Zudem besteht ein wachsender Konflikt zwischen der AML-Verordnung (AMLR) und der Datenschutz-Grundverordnung (GDPR), da die erweiterten Datenerfassung und -analyse zur Risikobewertung mit datenschutzrechtlichen Grenzen kollidieren können. Die Autoren fordern daher einen Paradigmenwechsel: von einer quantitativen Alert-Generierung hin zu einer qualitativen, auf Erkenntnissen basierenden Erkennung, unterstützt durch hybride menschlich-KI-Überwachung, robuste Daten-Governance und nachvollziehbare, erklärbare KI-Modelle. Ohne diese Transformation droht den Finanzinstituten nicht nur ein Compliance-Risiko, sondern auch ein Wettbewerbsnachteil. Industrieexperten sehen die Studie als dringendes Warnsignal. „Die KI-Integration ist nicht mehr optional, sondern eine gesetzliche Verpflichtung“, betont ein ehemaliger EU-Regulierungsberater. „Institute, die nicht bis 2026 auf Cognitive AI umsteigen, werden mit hohen Strafen und regulatorischen Sanktionen rechnen müssen.“ ThetaRay, der Anbieter der Studie, positioniert sich als Pionier in der kognitiven KI für Compliance. Seine SaaS-Lösungen werden bereits von globalen Instituten wie Santander, Clear Bank und Payoneer eingesetzt, um komplexe Kriminalnetzwerke zu entschlüsseln und die Effizienz der Compliance-Abteilungen zu steigern. Die Fähigkeit, legitime Kunden zu identifizieren und kriminelle Aktivitäten präzise zu erfassen, macht die Technologie zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor. Die Studie unterstreicht, dass zukünftige Compliance nicht mehr nur eine Kostenstelle, sondern ein treibendes Element für Wachstum und Vertrauen im Finanzsystem sein muss.
