NVIDIA stellt Entwicklerkit für autonome Fahrzeuge vor
NVIDIA hat den allgemeinen Verkaufsstart des DRIVE AGX Thor Developer Kits angekündigt, einer hochleistungsfähigen Plattform für die Entwicklung autonomer Fahrzeuge. Das Kit basiert auf dem neuen NVIDIA Thor SoC, das mit Blackwell-GPUs, einer leistungsstarken Arm-CPU (14x Neoverse V3AE) und einem 64 GB großen LPDDR5X-Speicher ausgestattet ist. Es erreicht eine Speicherbandbreite von 273 GB/s und verfügt über eine TDP von 350 W, was es ideal für ressourcenintensive KI-Anwendungen am Fahrzeugrand macht. Die Plattform erfüllt die höchsten Sicherheitsstandards (ISO 26262 ASIL-D und ISO 21434 CAL 4) und ist speziell für den Einsatz in sicherheitskritischen Fahrzeugsystemen konzipiert. Ein zentraler Vorteil des Thor Developer Kits liegt in seiner Unterstützung von modernen KI-Modellen wie Vision-Language-Action-Modellen (VLAs), großen Sprachmodellen (LLMs) und generativer KI für personalisierte Assistenzsysteme. Dies wird durch die neue NVIDIA DriveOS 7-Software-Plattform ermöglicht, die eine integrierte, sicherheitsgerechte Entwicklungsumgebung bietet. Die Software umfasst den NVIDIA TensorRT 10, der mit Unterstützung für FP4, INT4 und Block-Scaling-Techniken die Effizienz von KI-Modellen verbessert, sowie die DriveOS LLM SDK Runtime – eine reine C++-Laufzeitumgebung für LLMs und VLMs mit Unterstützung für Modelle wie Llama 3, Qwen2 und Qwen-VL. Diese ermöglichen Echtzeit-Interaktionen, Fahrzeugüberwachung und multimodale Erfahrungen direkt im Fahrzeug. Das Kit ist mit einer Vielzahl von Schnittstellen ausgestattet: 16x GMSL2- und 2x GMSL3-Kameras, 16x 1-GbE- und 6x 10-GbE-Ethernetports, PCIe Gen5 und DisplayPort, was eine nahtlose Integration in verschiedene Sensorarchitekturen wie die NVIDIA DRIVE Hyperion ermöglicht. Es wird in mehreren SKUs angeboten, um sowohl Bench-Entwicklung als auch Fahrzeugintegration zu unterstützen. Die Lieferung erfolgt ab September 2025. Die Entwicklungsumgebung wurde erheblich modernisiert: Aktualisierte Versionen von Ubuntu, Docker, GCC und Yocto sorgen für eine schnellere, sicherere und kompatibelere Entwicklung. Zusätzlich bietet die Plattform spezielle Linux-Profile (Entwicklung, Produktion, Test) mit unterschiedlichen Sicherheits- und Debug-Einstellungen, um den Übergang von Prototypen zu Serienfahrzeugen zu vereinfachen. Industrieanalysten sehen in der Thor-Plattform einen entscheidenden Schritt hin zu intelligenten, künstlich-intelligenten Fahrzeugen. Die Kombination aus extrem hoher Rechenleistung, Sicherheitszertifizierung und umfassender Softwareunterstützung reduziert die Entwicklungszeit erheblich und senkt das Risiko bei der Einführung komplexer KI-Systeme. Unternehmen wie BMW, Mercedes-Benz und ZF haben bereits mit NVIDIA zusammengearbeitet, um Thor-ähnliche Plattformen in ihre zukünftigen Fahrzeugarchitekturen zu integrieren. Die Verfügbarkeit des Developer Kits beschleunigt somit die Markteinführung autonomer Technologien und stärkt die Position von NVIDIA als führender Plattform für Edge-AI in der Automobilindustrie.
