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Apple entwickelt AI-Pin zur Konkurrenz zu OpenAI

Apple arbeitet laut einem Bericht von The Information an einem neuen KI-Gerät in Form einer Tragepin, die an Kleidung befestigt werden kann. Das Gerät soll eine flache, runde, aluminium- und glasbeschichtete Scheibe im Format eines AirTags sein – lediglich etwas dicker. Es soll zwei Kameras (eine mit Standard- und eine mit Weitwinkelobjektiv), drei Mikrofone, einen physischen Knopf, einen Lautsprecher sowie eine Fitbit-ähnliche Aufladezone auf der Rückseite aufweisen. Ziel ist es, eine tragbare KI-Plattform zu schaffen, die kontinuierlich Daten sammelt und über eine lokale oder Cloud-basierte KI-Verarbeitung Echtzeit-Unterstützung bietet, etwa durch Sprachbefehle, Bildanalyse oder Umgebungserkennung. Der Bericht deutet an, dass Apple das Projekt möglicherweise beschleunigt, um mit OpenAI konkurrieren zu können, das ebenfalls an einem ersten Hardware-Produkt arbeitet – vermutlich an einem Paar KI-Unterhaltungsearbud. OpenAI-Chef Chris Lehane hatte bereits in Davos angekündigt, dass die Ankündigung des Geräts im zweiten Halbjahr 2024 erfolgen könnte. Apple könnte seinen eigenen KI-Pin bis 2027 auf den Markt bringen und bei der Einführung rund 20 Millionen Einheiten verkaufen. Die Entwicklung könnte Apple helfen, seine Position in der KI-Hardware zu festigen, nachdem das Unternehmen in den letzten Jahren vor allem auf Software- und Dienstleistungsseite mit KI vorangetrieben ist. Die Tragepin könnte als zentrales Interface für die künftige Apple-KI-Ökologie dienen – etwa in Verbindung mit dem iPhone, Apple Watch oder zukünftigen AR/VR-Geräten. Die integrierten Kameras und Mikrofone würden es ermöglichen, kontinuierlich visuelle und akustische Eingaben zu erfassen, was besonders für Anwendungen wie Sprachübersetzung, Kontextbewusstsein oder visuelle Assistenz relevant wäre. Doch die Chancen für Erfolg sind nicht sicher. Die Geschichte von Humane AI, einem Startup von ehemaligen Apple-Mitarbeitern, zeigt, dass der Markt für KI-Pins bislang problematisch ist. Humane stellte 2023 einen KI-Pin mit Mikrofon, Kamera und Sprachsteuerung vor, der jedoch aufgrund hoher Preise, unzureichender Benutzerfreundlichkeit und mangelnden klaren Nutzen für den Alltag scheiterte. Innerhalb von zwei Jahren musste das Unternehmen Insolvenz anmelden und seine Vermögenswerte an HP verkaufen. Branchenexperten sehen daher bei Apples Vorhaben eine hohe Risikobehaftung. „Die Technologie ist da, aber der Markt ist noch nicht reif“, sagt ein Analyst von Gartner. „Verbraucher wollen keine ständige Überwachung – sie wollen echten Mehrwert.“ KI-Geräte müssen sich nicht nur technisch beweisen, sondern auch ethisch und nutzergerecht gestaltet sein. Apple könnte mit seinem Markenimage und seiner Hardware-Expertise einen Vorteil haben, doch die Herausforderung bleibt, ein Gerät zu schaffen, das nicht als Überwachungselement, sondern als hilfreiche Erweiterung des menschlichen Bewusstseins wahrgenommen wird.

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