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Tide Rock setzt auf KI für Wachstum, nicht für Kostensenkung

Das Investmenthaus Tide Rock, gegründet vor 13 Jahren und mit Sitz in San Diego und New York, setzt bewusst auf Wachstum statt auf Kostensenkung – und lehnt es ab, Künstliche Intelligenz (KI) als Instrument zur Reduzierung von Personal oder Betriebskosten einzusetzen. CEO Ryan Peddycord betont, dass der Fokus des Unternehmens eindeutig auf der Stärkung und Expansion der von ihm übernommenen mittelständischen Unternehmen liegt. Die Firma, die derzeit 1 Milliarde US-Dollar an Vermögen verwaltet und über 50 Akquisitionen abgeschlossen hat, finanziert ihre Käufe ohne Fremdkapital und investiert in Unternehmen, deren Gründer aufgrund von Altersruhestand oder familiären Gründen verkaufen wollen. Für diese Gründer ist es entscheidend, dass ihr Unternehmen, ihre Marke und ihre Mitarbeiter nach dem Verkauf weiterbestehen. Daher ist der Gedanke, KI zur Kosteneinsparung einzusetzen, für Tide Rock undurchführbar – er würde die Verkaufsargumente der Gründer untergraben. Statt Kosteneffizienz zu priorisieren, nutzt Tide Rock KI, um Wachstum zu beschleunigen. Bereits vor dem Aufkommen von großen Sprachmodellen wie LLMs hatte das Unternehmen eine umfassende interne Wissensbasis mit über 100 Videos und 500 Seiten Dokumentation aufgebaut, die operativen Best-Practices und Prozesse standardisiert. KI-Tools werden nun als Erweiterung dieser Ressourcen eingesetzt, um beispielsweise die Integration von CRM-Systemen in nur 30 bis 45 Tagen statt der üblichen 12 bis 18 Monate zu ermöglichen. Zentrale Teams für Talentakquise, Marketing und Vertrieb unterstützen die Portfoliounternehmen, um sie schneller in eine autonome, wachstumsorientierte Struktur zu bringen. Ein zentrales KI-Beispiel ist die Identifizierung neuer Kunden. Da Datenplattformen wie Pitchbook und Crunchbase für Unternehmen mit weniger als 10 Millionen US-Dollar EBITDA oft unvollständig sind, hat Tide Rock selbst eine KI-gestützte Such- und Analyseinfrastruktur entwickelt. So konnte das Unternehmen beispielsweise bei der NASA, Blue Origin oder anderen Akteuren im Verteidigungs- und Luftfahrtsektor frühzeitig erkennen, welche Teile und Dienstleistungen künftig benötigt werden – und die eigenen Portfoliounternehmen frühzeitig in die Lieferkette einbinden. „In wachstumsstarken Sektoren wie Luft- und Raumfahrt suchen die Käufer genauso intensiv nach neuen qualifizierten Zulieferern wie wir nach neuen Kunden“, sagt Peddycord. KI dient hier also nicht der Kostendruck, sondern der Markteinführung und Wettbewerbsvorteil. Tide Rock setzt auf Drittanbieter-Tools, wenn sie Kosteneinsparungen bieten, aber investiert nicht in die eigene Entwicklung solcher Lösungen, da diese „niedrige Hürden“ seien, die bereits von anderen erfasst werden. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen auf strategische, wachstumsfördernde Anwendungen, die die Wertschöpfungskette der Portfoliounternehmen stärken. Die Strategie hat sich bewährt: Seit der Gründung liegt das jährliche organische Umsatzwachstum der Portfoliounternehmen bei durchschnittlich 24 Prozent, und nur ein einziger Deal war verlustbringend. Bewertung durch Branchenexperten: Tide Rocks Ansatz wird von Branchenbeobachtern als seltene, aber nachhaltige Alternative zu traditionellen Private-Equity-Modellen gesehen. „Sie zeigen, dass KI nicht nur für Kostendruck, sondern auch für Wachstum eingesetzt werden kann – und das ohne die menschliche Komponente zu opfern“, sagt ein Experte für digitale Transformation in der Investitionsbranche. Die Fokussierung auf Werte wie Nachhaltigkeit, Unternehmenskultur und langfristige Entwicklung könnte ein Vorbild für eine menschlichere, wertschöpfungsorientierte KI-Nutzung werden. Mit einer Marktkapitalisierung von 1 Mrd. USD und einem klaren, konsistenten Modell positioniert sich Tide Rock als ein innovativer, wachstumsgetriebener Player in einem oft kalkulierenden Sektor.

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