Meta holt Apple-Designer Alan Dye für Reality Labs
Alan Dye, langjähriger Designleiter bei Apple und verantwortlich für die Benutzeroberfläche der letzten zehn Jahre, verlässt das Unternehmen, um bei Meta zu arbeiten, wie Bloomberg-Reporter Mark Gurman berichtet. Dye wird ab sofort die Leitung einer neuen kreativen Studio-Einheit innerhalb von Meta’s Reality Labs übernehmen, die von CEO Mark Zuckerberg in einer Serie von Posts auf Threads angekündigt wurde. Das neue Team soll die Entwicklung der nächsten Generation von Produkten und Erlebnissen vorantreiben, insbesondere im Bereich künstlicher Intelligenz (KI), tragbare Geräte wie Smart Glasses und räumliche Computing-Technologien. Zuckerberg betonte, dass das Studio Design, Mode und Technologie vereinen werde und KI als neuen „gestalterischen Material“ betrachte – ein Ansatz, der darauf abzielt, intelligente, menschenzentrierte und intuitive Interaktionen zu schaffen. Dye wird direkt dem Chief Technology Officer und Leiter von Reality Labs, Andrew Bosworth, berichten. Bosworth bezeichnete Dye als „einen der großen Designleiter unserer Branche“ und begrüßte ihn als Schlüsselkraft für die Entwicklung der Zukunft der Computer-Interaktion. Dye war seit 2015 Leiter von Apple’s Design Studio und maßgeblich an der Gestaltung der Benutzeroberflächen für Produkte wie das iPhone X, die Apple Watch und den Vision Pro Headset beteiligt. Zuletzt war er verantwortlich für das „Liquid Glass“-Design, das transparente und fließende Elemente in der Benutzeroberfläche der Geräte präsentiert. Sein Team hat auch an neuen Smart-Home-Hardware-Produkten gearbeitet, wie Bloomberg berichtete. Sein Amt bei Apple wird von Steve Lemay übernommen, der seit 1999 eine zentrale Rolle bei der Gestaltung aller wichtigen Apple-Interfaces gespielt hat. Apple-Chef Tim Cook würdigte Lemay als einen „wichtigen Gestalter der modernen Apple-Ästhetik“. Meta verstärkt damit seine Position im Wettlauf um KI-Technologien und tragbare Geräte. Bereits im Sommer hatte das Unternehmen Forscher aus OpenAI angeheuert – darunter wurde berichtet, dass CEO Mark Zuckerberg einem Kandidaten selbst hausgemachte Suppe überreicht habe, um ihn zu gewinnen. Im Gegenzug soll OpenAI-Chef Forschungsoffizier Mark Chen nun ebenfalls Suppe an potenzielle Meta-Kandidaten überreicht haben, was als Symbol für den intensiven Talentwettbewerb gilt. Zusätzlich zu Dye wird auch Billy Sorrentino, ein weiterer renommierter Designer aus Apple, in das Team wechseln. Weitere Mitglieder des neuen Studios sind Joshua To, der die Schnittstellen-Designs in Reality Labs leitet, Pete Bristol, der industrielle Designverantwortung trägt, sowie Jason Rubin, der für das Metaverse-Design und die künstlerischen Inhalte zuständig ist. Zuckerberg betonte, dass Meta in eine neue Ära eintrete, in der KI-Brillen und andere Geräte die Art und Weise verändern werden, wie Menschen mit Technologie und einander interagieren. Die neue Einheit solle sicherstellen, dass jede Interaktion „bedacht, intuitiv und darauf ausgerichtet, Menschen zu dienen“. Mit Dyes Einstieg unterstreicht Meta seine Absicht, nicht nur technologisch, sondern auch ästhetisch und benutzerfreundlich führend zu sein – besonders im Bereich der intelligenten, tragbaren Geräte und der KI-integrierten Erfahrungen.
