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Meta-PMs bauen Prototypen per Vibe Coding für Zuckerberg

Meta-Produktmanagerinnen nutzen sogenanntes „Vibe Coding“ – eine Form des künstlichen Intelligenz-gestützten Programmierens mittels natürlicher Sprache –, um Prototyp-Apps selbst zu erstellen und diese direkt an CEO Mark Zuckerberg zu präsentieren. Joseph Spisak, Produktleiter in Meta’s Superintelligence Labs (MSL), stellte auf der TechEquity AI Summit in Sunnyvale, Kalifornien, vor, dass PMs nun in Stunden oder Tagen funktionierende Prototypen entwickeln können, ohne auf Entwicklerinnen warten zu müssen. „PMs coden tatsächlich mit Vibe – und wir zeigen es Zuck und der Führungsebene. Das ermöglicht uns, rasant zu iterieren und neue Bereiche zu erkunden“, sagte er. Der Begriff „Vibe Coding“ stammt aus Entwickler*innengemeinschaften und beschreibt die Nutzung von KI-Tools, die Anweisungen in natürlicher Sprache verstehen und Code generieren. Meta nutzt hierfür interne Systeme, die es nicht-technischen Mitarbeitenden erlauben, Oberflächen in Echtzeit anzupassen – etwa Farben zu wechseln oder Ideen sofort umzusetzen. Dieser Wandel ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung der Produktentwicklung bei Meta, die durch den Druck der Konkurrenz im KI-Sektor vorangetrieben wird. Die MSL wurde im Juni gegründet, um schnellere Experimente mit KI zu ermöglichen. Ein internes Memo aus Ende September kritisierte bestehende Systeme als zu langsam und ungeeignet für agile Entwicklung. Um diesen Hürden zu begegnen, setzt Meta auf zwei KI-Tools: Metamate, einen ChatGPT-ähnlichen Bot, der auf internen Daten trainiert ist, und Devmate, einen Programmier-Assistenten, der mehrere große Sprachmodelle einschließlich solcher von Konkurrenten wie Anthropic nutzt. Ähnliche Transformationen finden sich auch in anderen Silicon-Valley-Unternehmen. Google berichtet, dass bereits mehr als ein Viertel seines Codes von KI generiert wird, bevor Menschen ihn überprüfen. Microsoft hat intern angeordnet, dass das Arbeiten mit KI „nicht mehr optional“ ist. Meta fördert den Einsatz durch Dashboards zur KI-Nutzung, Zielvorgaben für Mitarbeiterinnen und einen internen Wettbewerb namens „Level Up“, bei dem Mitarbeiterinnen für KI-Einsatz belohnt werden. Auch im Recruiting gewinnt „Vibe Coding“ an Bedeutung: Unternehmen wie Reddit und DoorDash suchen nun nach Kandidatinnen mit Erfahrung in Tools wie Cursor oder Bolt. Ein Y Combinator-Startup nennt KI-gestütztes Coden sogar „unverzichtbar“ für neue Mitarbeiterinnen. Spisak betonte, dass die Barrieren für die Teilnahme an der Entwicklung heute extrem niedrig seien – sogar seine elfjährige Tochter spiele mit KI neue Welten in Roblox. „Ich sage PMs überall: Habt keine Angst, euch selbst in die Arbeit einzumischen“, sagte er. Diese Entwicklung zeigt, dass KI nicht nur die Effizienz steigert, sondern auch die Rolle von Produkten und deren Entwicklern grundlegend verändert – von einer rein technischen zur kreativen, experimentellen und zugänglicheren Form der Innovation. Die Transformation bei Meta und anderen Tech-Riesen zeigt, dass KI nicht länger nur ein Werkzeug für Entwickler*innen ist, sondern ein zentraler Bestandteil der gesamten Produktentwicklung. Experten sehen darin eine neue Ära der „demokratisierten“ Innovation, in der kreative und strategische Fähigkeiten stärker ins Zentrum rücken. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass der Fokus auf Geschwindigkeit und KI-Integration die Qualität, Sicherheit und ethische Überlegungen gefährden könnte. Die Fähigkeit, kritisch mit KI-Output umzugehen, wird daher zu einer zentralen Kompetenz für zukünftige Technologie-Teams.

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