HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

Alte Rechenzentren tragen AI-Racks nicht mehr – Neubauten sind nötig

In den letzten 15 Jahren hat sich die Zahl der Rechenzentren in den USA vervierfacht – ein Trend, der weltweit zu beobachten ist. Laut dem Uptime Institute wurden in den vergangenen vier Jahren 377 Rechenzentren mit einer Leistung von über 100 Megawatt angekündigt. Doch während Big Tech mit Hochdruck neue, leistungsstarke Anlagen baut, um die wachsende Nachfrage nach KI-Computing zu bedienen, stellen sich Experten die Frage: Brauchen wir wirklich so viele neue Rechenzentren? Kritische Stimmen argumentieren, dass die bestehenden Anlagen durch gezielte Modernisierung und Optimierung ausreichen könnten. Doch die Realität sieht anders aus. Laut Chris Brown, Chief Technical Officer des Uptime Institute, sind die meisten alten Rechenzentren strukturell nicht in der Lage, die extremen Anforderungen moderner KI-Racks zu erfüllen. Die Racks, die heute bis zu 5.000 Pfund (ca. 2.270 kg) wiegen können, sind deutlich schwerer als die 400 bis 600 Pfund (180–270 kg) der 1990er Jahre. Diese Zunahme resultiert aus der dichten Integration von Tausenden von GPUs, Speicherchips und leistungsstarken Kühlkomponenten. Die Leistung pro Rack ist von 10 Kilowatt auf bis zu 350 Kilowatt angestiegen – ein 35-facher Anstieg, der enorme Wärmeentwicklung und eine komplexere Energieversorgung erfordert. Dazu kommen dicker werdende Kabel und Busleitungen, die bis zu 37 Pfund pro Laufmeter wiegen, sowie flüssige Kühlsysteme, die das Gesamtgewicht weiter erhöhen. Viele ältere Rechenzentren verfügen über Bodenkonstruktionen, die nur 1.250 Pfund pro Quadratfuß tragen können – zu wenig für die neuen Racks, besonders bei dynamischen Belastungen wie dem Bewegen der Geräte. Zudem wachsen die Racks in der Höhe von 6 auf 9 Fuß (ca. 1,8 auf 2,7 Meter), was Türen, Aufzüge und Logistikprozesse herausfordert. Auch die Aufzüge in alten Gebäuden sind nicht für solche Lasten ausgelegt. So bleibt oft nur der radikale Weg: Abriss und Neubau. Obwohl KI-Entwicklung die Branche beflügelt, bleibt der Bedarf an traditionellen Rechenzentren unvermindert. Universitäten, Krankenhäuser, Mittelständler und Behörden benötigen weiterhin stabile, kostengünstige Infrastruktur für klassische Datenspeicherung. Laut Chris McLean von Critical Facility Group ist die Legacy-Infrastruktur keineswegs obsolet – sie ist weiterhin unverzichtbar. Die KI-Revolution verändert die Landschaft, verdrängt aber nicht die alten Systeme. Die Zukunft wird also nicht nur aus gigantischen, neu gebauten KI-Fabriken bestehen, sondern aus einer Mischung aus moderner und bestehender Infrastruktur. Industrielle Experten betonen, dass die KI-Explosion zwar die Branche beschleunigt, aber die bestehende Infrastruktur nicht ersetzen kann. Die strukturellen und logistischen Hürden sind zu hoch, um alte Rechenzentren kosteneffizient in KI-Plattformen umzuwandeln. KI-Entwickler wie OpenAI, Microsoft oder Google bauen daher massiv neue Anlagen, während Anbieter wie CoreWeave, Digital Realty und Compass auf KI-optimierte Rechenzentren setzen. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an traditionellen Rechenzentren unverändert – ein Zeichen für eine zukünftige Diversität in der IT-Infrastruktur, die sowohl Leistung als auch Stabilität erfordert.

Verwandte Links

Alte Rechenzentren tragen AI-Racks nicht mehr – Neubauten sind nötig | Aktuelle Beiträge | HyperAI