Thermo Fisher und NVIDIA kooperieren mit KI für intelligente Labore
Thermo Fisher Scientific und NVIDIA haben eine strategische Zusammenarbeit angekündigt, um künstliche Intelligenz (KI) in wissenschaftliche Geräte und Laborprozesse zu integrieren und die Effizienz von Forschungslabors massiv zu steigern. Ziel ist es, die Digitalisierung und Automatisierung wissenschaftlicher Arbeitsabläufe voranzutreiben, indem die KI-Plattform von NVIDIA mit Thermo Fisher’s Expertise in Labortechnologie, Software und Geräteintegration verknüpft wird. Die Kooperation zielt darauf ab, Prozesse wie Experimentdesign, Probenvorbereitung, Gerätebedienung und Datenanalyse zu automatisieren, wodurch Wissenschaftler mehr Zeit für kreative und analytische Aufgaben gewinnen. Dabei nutzt Thermo Fisher die NVIDIA-DGX-Spark™-Supercomputer-Plattform, KI-Modelle wie NeMo™ und BioNeMo™, um intelligente, benutzerfreundliche Systeme zu schaffen, die nahtlos mit Forschern interagieren. Gianluca Pettiti, Executive Vice President bei Thermo Fisher, betont, dass KI und Laborautomation die Art und Weise, wie Wissenschaft betrieben wird, grundlegend verändern werden. Durch die Kombination von Thermo Fisher’s technologischem Know-how und NVIDIA’s KI-Infrastruktur könnten Labore schneller, präziser und produktiver arbeiten – mit direktem Nutzen für medizinische Entdeckungen und die Gesellschaft. Kimberly Powell, Vice President Healthcare bei NVIDIA, sieht in der Kooperation den Beginn einer neuen Ära: des „lab-in-the-loop“-Wissenschaftsmodells, bei dem KI-Agenten, Geräte und Forscher in einem geschlossenen, autonomen Forschungszyklus zusammenarbeiten, um wissenschaftliche Fortschritte im industriellen Tempo zu beschleunigen. Die Zusammenarbeit stärkt Thermo Fisher’s Position als globaler Marktführer in der wissenschaftlichen Ausstattung, der bereits mit anderen Technologieunternehmen vernetzte Ökosysteme aufbaut. Die integrierte Plattform verbindet Daten, Geräte, Software und Wissenschaftler in einer einheitlichen Umgebung, was die Laborproduktivität erheblich steigert. Die Technologien sollen insbesondere in der Lebenswissenschaft, Diagnostik und Arzneimittelentwicklung eingesetzt werden, um Entwicklungszeiten zu verkürzen und die Qualität von Forschungsergebnissen zu erhöhen. Industriebeobachter sehen in der Kooperation einen Meilenstein für die digitale Transformation der Labore. Die Kombination von physischen Laboreinrichtungen mit KI-Intelligenz könnte die Forschungsgeschwindigkeit in der Medizin- und Biotechnologiebranche entscheidend beschleunigen. Thermo Fisher, mit jährlichem Umsatz über 40 Milliarden US-Dollar, positioniert sich damit als zentraler Akteur in der nächsten Generation wissenschaftlicher Infrastruktur. Die technologische Allianz mit NVIDIA unterstreicht zudem die wachsende Bedeutung von KI in der wissenschaftlichen Forschung – nicht nur als Hilfsmittel, sondern als zentraler Bestandteil des Entdeckungsprozesses. Die langfristigen Auswirkungen könnten tiefgreifend sein: von schnelleren Impfstoffentwicklungen bis hin zu personalisierten Therapien.
