Trump-Attack auf Wissenschaft gefährdet AI-Startprojekt
Donald Trumps Pläne für eine umfassende KI-Initiative, die er als „KI-Manhattan-Projekt“ bezeichnet, stoßen auf heftige Kritik – vor allem wegen der geplanten Kürzungen bei Forschungsförderung und wissenschaftlichen Institutionen. Kritiker warnen, dass die gezielten Einschnitte bei Programmen wie dem Department of Energy’s Office of Science (DOGE) nicht nur die Grundlagenforschung schwächen, sondern auch das gesamte ambitionierte Vorhaben gefährden würden. „Das ist wie ein Pflaster auf einer riesigen Wunde“, sagte eine führende Wissenschaftlerin aus dem Bereich künstliche Intelligenz, die anonym bleiben wollte. „Ohne stabile wissenschaftliche Infrastruktur kann kein langfristiger Fortschritt in der KI erreicht werden.“ Die Initiative soll die USA zu einer weltweit führenden KI-Macht machen, indem öffentliche und private Investitionen in Forschung, Infrastruktur und Talententwicklung gebündelt werden. Trump argumentiert, dass der Staat eine zentrale Rolle bei der Beschleunigung der KI-Entwicklung übernehmen müsse, um China und andere Konkurrenten zu überholen. Doch die geplanten Budgetkürzungen bei der DOE-Forschung, der National Science Foundation (NSF) und anderen wissenschaftlichen Behörden könnten genau das Gegenteil bewirken. Experten weisen darauf hin, dass viele bahnbrechende KI-Entwicklungen – von maschinellem Lernen bis zu Quanten-Computing – auf Grundlagenforschung in Physik, Mathematik und Informatik basieren, die in diesen Institutionen gefördert wird. Besonders kritisch wird die geplante Reduzierung der Finanzierung für Hochleistungsrechenzentren bewertet, die für die Trainings von großen KI-Modellen unerlässlich sind. Ohne ausreichende Rechenleistung und wissenschaftliche Expertise, so die Warnung, droht der US-Plan, in eine Sackgasse zu laufen. Zudem könnte die Entfremdung von Wissenschaftlern und Forschungseinrichtungen zu einem Brain Drain führen, da Talente sich in Länder mit stabiler Forschungsförderung abwenden würden. Industrievertreter und Tech-Unternehmen wie Google, Microsoft und NVIDIA haben bereits öffentlich Bedenken geäußert. Sie betonen, dass öffentliche Forschungsförderung und private Innovation sich ergänzen müssen – nicht gegeneinander. „Ein KI-„Manhattan-Projekt“ ohne wissenschaftliche Grundlage ist ein Projekt ohne Fundament“, erklärte ein Sprecher von NVIDIA. „Die USA haben in der Vergangenheit durch die Investition in Grundlagenforschung die technologische Führung erobert – das darf nicht verloren gehen.“ Die Kritik zeigt, dass Trumps Vision einer KI-Hegemonie in den USA auf tönernen Füßen steht, solange die wissenschaftliche Infrastruktur untergraben wird. Ohne die Unterstützung der Forschungsgemeinschaft, der Universitäten und der staatlichen Förderinstitutionen, droht die Initiative, ins Leere zu laufen – unabhängig von politischen Ambitionen. In der Branche wird zunehmend betont, dass wahrer technologischer Fortschritt nicht aus Politik-Statements, sondern aus langfristiger Investition in Wissen und Innovation entsteht. Die geplanten Kürzungen könnten daher nicht nur die KI-Entwicklung behindern, sondern auch das Vertrauen in die wissenschaftliche Unabhängigkeit der USA untergraben – ein Risiko, das langfristig schwerer wiegt als kurzfristige Budgeteinsparungen.
