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Arbeitnehmer fühlen sich 2025 durch KI-Druck stärker belastet

Ein neuer EY-Bericht basierend auf einer Umfrage unter 15.000 Arbeitnehmern aus 29 Ländern zeigt, dass sich fast zwei Drittel der Befragten in den vergangenen 12 Monaten überlastet fühlen – trotz der zunehmenden Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) am Arbeitsplatz. 88 Prozent der Befragten geben an, KI in ihrer täglichen Arbeit zu nutzen, doch die Mehrheit setzt sie vor allem für einfache Aufgaben wie Suchanfragen oder das Zusammenfassen von Dokumenten ein. Obwohl KI selbst nicht direkt für die steigenden Arbeitsbelastungen verantwortlich ist, trägt sie indirekt dazu bei, da Angst vor technologischem Wandel, fehlende Schulungen und Unsicherheit über die Zukunft der eigenen Rolle zu einem erhöhten Leistungsdruck führen. Kim Billeter, globale Leiterin für People Consulting bei EY, betont, dass es sich nicht um eine direkte Steigerung der Arbeitszeit handelt, sondern um ein Gefühl der Überforderung, das durch Unsicherheit und den Druck, nicht zurückzustehen, entsteht. Besonders problematisch ist der Mangel an adäquater Weiterbildung: Arbeitnehmer sollen neue Fähigkeiten erwerben, ohne ihre bestehenden Verpflichtungen zu vernachlässigen. Die Umfrage zeigt zudem die sogenannte „Produktivitätsparadoxie“ auf: Obwohl KI weit verbreitet ist, führt ihre Nutzung nicht automatisch zu höherer Effizienz. Nur fünf Prozent der Befragten gelten als fortgeschrittene Nutzer, die mehrere KI-Tools strategisch kombinieren und KI als „Denkpartner“ einsetzen. Die meisten Anwendungen bleiben oberflächlich und bringen nur geringe Zeitersparnisse. EY schätzt, dass Unternehmen durch fehlende strategische Ansätze bis zu 40 Prozent der möglichen Produktivitätsgewinne verpassen. Ein weiteres Problem ist der sogenannte „AI workslop“ – die Flut von KI-generierten, oberflächlich wirkenden, aber wenig wertvollen Inhalten, die Mitarbeiter zusätzlich sichten und filtern müssen, was die eigentliche Arbeit sogar verlängert. Billeter betont, dass der Erfolg von KI-Integration nicht allein von Technologie abhängt, sondern von der menschlichen Komponente. Unternehmen müssen eine „Talent Advantage“-Strategie verfolgen, die fünf Säulen umfasst: exzellente KI-Aufnahme, kontinuierliches Lernen, Gesundheit der Mitarbeiter, eine unterstützende Unternehmenskultur und faire Anreizsysteme. Nur durch die gleichzeitige Stärkung der menschlichen und technologischen Infrastruktur könne echte Transformation gelingen. Die wirtschaftlichen Druckfaktoren, wie „mehr mit weniger“ zu arbeiten, und die zunehmende Komplexität von Rollen durch fähigkeitsbasierte Modelle tragen ebenfalls zur Belastung bei. Industrieexperten sehen in den Ergebnissen eine Warnung: Die fehlende strategische Ausrichtung bei KI-Einführung kann zu mehr Stress statt mehr Effizienz führen. Unternehmen, die nur Technologie investieren, ohne die menschliche Seite zu berücksichtigen, riskieren, den Nutzen von KI zu verfehlen und das Engagement der Belegschaft zu schwächen. EY rät daher, KI nicht als Ersatz für menschliche Arbeit, sondern als Ergänzung zu betrachten – vorausgesetzt, es wird mit einer fundierten Lern- und Entwicklungsstrategie verbunden.

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