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Zipline erhält 600 Mio. USD für Ausbau der Drohnenlieferungen in den USA

Zipline, der US-amerikanische Start-up für autonome Drohnenlieferungen, kündigt mit einer neuen Finanzierungsrunde von 600 Millionen US-Dollar eine erhebliche Ausweitung seines Geschäfts in den Vereinigten Staaten an. Die Beteiligung, die das Unternehmen auf einen Wert von 7,6 Milliarden Dollar schätzt, soll bis 2026 die Etablierung in mindestens vier US-Bundesstaaten ermöglichen. Zentrale Standorte für den Start sind Houston und Phoenix, die bereits Anfang des Jahres mit Dienstleistungen beginnen werden. Die Finanzierung wurde von bestehenden und neuen Investoren wie Fidelity Management & Research Company, Baillie Gifford, Valor Equity Partners und Tiger Global gesichert. Gegründet 2014, entwickelte Zipline eine vollständige Drohnenlieferinfrastruktur, inklusive eigener Software, Start- und Landesysteme sowie den Fluggeräten selbst. Der kommerzielle Durchbruch erfolgte 2016 mit der Lieferung von Blut in Ruanda – einem Projekt, das heute als Pionierleistung im Bereich medizinischer Drohnenlogistik gilt. Heute liefert Zipline in fünf afrikanischen Ländern, mehreren US-Städten und in Japan Waren aus den Bereichen Gesundheit, Lebensmittel, Einzelhandel und Landwirtschaft. Im Jahr 2024 erreichte das Unternehmen eine Million Lieferungen in den USA, und Anfang 2025 hat es bereits über zwei Millionen Lieferungen abgeschlossen – ein Wachstum von rund 15 Prozent pro Woche über die letzten sieben Monate. Zentrales Produkt ist das Zipline Platform 2, ein autonomes Drohnenmodell, das bis zu acht Pfund transportieren und Kunden innerhalb eines zehn Meilen-Radius liefern kann. Es wurde zunächst in Pea Ridge, Arkansas, und im Dallas-Fort-Worth-Metroplex mit Walmart und mehr als einem Dutzend Restaurantketten wie Panera, Chipotle, Crumbl, Blaze Pizza, Wendy’s und Little Caesars eingeführt. Weitere Expansionen sind in Seattle geplant. Parallel dazu arbeitet Zipline mit größeren Kunden wie Regierungen und Unternehmen an langstreckigen Lieferungen mittels des größeren Platform 1, das eine Rundreise von bis zu 120 Meilen ermöglicht. CEO Keller Cliffton sieht 2026 als entscheidendes Jahr: „Autonome Logistik reift seit mehr als einem Jahrzehnt, und letztes Jahr wurde klar, dass schnelle, saubere, sichere und kostengünstige Lieferungen nicht nur nachgefragt werden, sondern exponentiell wachsen.“ Er betont, dass die Technologie ab 2026 zum Alltag in mehreren US-Staaten werden werde – mit Houston und Phoenix als ersten Schritten. Zipline steht in einem wachsenden Wettbewerb, der unter anderem von Flytrex, DroneUp, Amazon Prime Air und Wing, einer Tochter von Alphabet, geprägt ist. Letzteres kooperiert ebenfalls mit Walmart und plant bis 2027 die Erweiterung auf weitere 150 Filialen. Trotz des Wettbewerbs hat Zipline mit seiner integrierten Infrastruktur und dem Fokus auf medizinische und regionale Dienstleistungen einen klar erkennbaren Vorsprung erlangt. Branchenexperten sehen in der neuen Finanzierung einen klaren Signalwert: Zipline positioniert sich nicht nur als Lieferdienst, sondern als Schlüsselakteur im Aufbau einer neuen, nachhaltigen Logistikinfrastruktur für die Zukunft.

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