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China ermittelt Nvidia wegen Antitrust-Verstoßes

Chinesische Regulierungsbehörden haben den US-Chiphersteller Nvidia wegen Verstößen gegen Antitrustvorschriften angeklagt. Das Staatsamt für Marktregulierung (SAMR) gab in einer kurzen Erklärung am Montag bekannt, dass Nvidia gegen das Antimonopolgesetz verstoßen habe, ohne jedoch konkrete Details zu nennen. Zudem vermutet die Behörde, dass das Unternehmen zudem Verpflichtungen verletzt hat, die bei der 2020 genehmigten Übernahme des israelischen Chipspezialisten Mellanox eingegangen wurden. Aufgrund dieser Bedenken hatte SAMR im Dezember 2024 eine formelle Antitrustuntersuchung zum Mellanox-Deal eingeleitet. Die Anklage stellt einen weiteren Höhepunkt in der angespannten Beziehung zwischen den USA und China im Bereich der Halbleiterindustrie dar. Seit 2022 beschränken die USA die Zulieferung hochwertiger Chips an China, um die technologische Überlegenheit der USA zu sichern. Im April 2024 erklärte die US-Regierung, dass neue Exportgenehmigungen für Nvidias H20-Chip erforderlich seien – ein Modell, das ursprünglich für den chinesischen Markt konzipiert und an frühere Regeln angepasst worden war. Die neuen Vorschriften führten zu erheblichen Auswirkungen: Nvidia rechnete mit einem Verlust von 5,5 Milliarden US-Dollar an ersten Quartalsgewinnen. Nvidia-Chef Jensen Huang betonte im Mai, dass der chinesische KI-Markt in wenigen Jahren einen Wert von 50 Milliarden US-Dollar erreichen könnte, und bezeichnete den Verlust des Zugangs zu diesem Markt als „erheblichen Verlust“ für das Unternehmen. Im Juli kündigte Nvidia an, die H20-Chips erneut in China vermarkten zu wollen, nachdem die US-Regierung zusätzliche Exportzusagen erteilt hatte. Ein Kommentar von Nvidia selbst war zu diesem Zeitpunkt noch nicht erhältlich. Die aktuelle Ermittlung durch die chinesischen Behörden könnte weitere Handels- und Investitionsbeschränkungen nach sich ziehen und die bereits angespannte Lage im globalen Chip-Konflikt weiter verschärfen. Die Entwicklung wird weiter beobachtet, insbesondere im Hinblick auf mögliche Gegenmaßnahmen aus Peking und die strategische Positionierung von Nvidia in einem zunehmend fragmentierten globalen Technologiemarkt. Industrieanalysten sehen die Anklage als Teil eines breiteren Musters: China nutzt zunehmend seine Antitrust- und Wettbewerbsregeln als Instrument zur Stärkung der heimischen Technologiebranche und zur Beeinflussung ausländischer Konzerne. Nvidia, der weltweit führende Anbieter von KI-Chips, steht unter besonderem Druck, da es in der KI-Revolution eine Schlüsselrolle spielt. Die Firma ist nicht nur ein technologischer Pionier, sondern auch ein zentrales Element im geopolitischen Wettlauf um digitale Vorherrschaft. Die Auswirkungen der Ermittlung könnten weitreichend sein – von Lieferketten über Investitionen bis hin zu den zukünftigen Geschäftsmodellen von KI-Hardware.

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