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Algen und AstraZeneca kooperieren bei AI-gesteuerter Immuntherapieentwicklung

Algen Biotechnologies hat eine mehrfach zielgerichtete Kooperation mit AstraZeneca angekündigt, um die Entwicklung von Therapien in der Immunologie durch künstliche Intelligenz (KI) und fortschrittliche Genmodulation zu beschleunigen. Zentrales Element der Partnerschaft ist Algens AlgenBrain™-Plattform, die auf kombinierten CRISPR-Gene-Modulation und KI-basierten Analysen basiert. Diese Plattform ermöglicht die präzise, zelltypspezifische Untersuchung von Genfunktionen in menschlichen Zellen und erlaubt es, kausale Beziehungen zwischen Genregulation und Krankheitsverlauf zu kartieren. Durch die Analyse von Milliarden dynamischer RNA-Veränderungen in krankheitsrelevanten Zelltypen soll das System neue therapeutische Ziele identifizieren, die gezielt angegriffen werden können, um Krankheitsprozesse rückgängig zu machen. AstraZeneca erhält exklusive Rechte, um aus den durch die Plattform identifizierten Zielen neue Medikamente zu entwickeln und zu vermarkten. Algen erhält eine Vorauszahlung sowie weitere Zahlungen bei Erreichen bestimmter Entwicklungs-, Zulassungs- und Vermarktungsmilestones – mit einem potenziellen Gesamtwert der Vereinbarung von bis zu 555 Millionen US-Dollar. Die Zusammenarbeit soll die frühe Entdeckung von Therapien stärker auf menschliche Biologie stützen und die Translationsgenauigkeit erhöhen, was die Wahrscheinlichkeit für klinischen Erfolg steigern könnte. Chun-Hao Huang, CEO und Mitbegründer von Algen, betonte, dass die Plattform es ermögliche, komplexe chronische Entzündungserkrankungen auf molekularer Ebene zu entschlüsseln. Mit AstraZenecas Expertise in translationaler Forschung und klinischer Entwicklung hofft man, neue, gezielte Therapien – auch in Kombination – schneller zu entwickeln. Jim Weatherall, Chief Data Scientist bei AstraZenecas Biopharmazeutika-Forschung, unterstrich, dass KI und maschinelles Lernen entscheidend seien, um biologisch relevante Ziele zu finden, die eine hohe Translationsrelevanz für den Menschen haben. AlgenBrain™, so der Experte, sei ein mächtiges Werkzeug, um die Zielentdeckung zu revolutionieren. Christine Du, Chief Business Officer und Mitbegründerin von Algen, sieht die Kooperation als Teil eines größeren Trends hin zu datengetriebenen, biologiebasierten Ansätzen in der Arzneimittelentwicklung. Die Plattform nutzt einen kontinuierlichen Lernzyklus aus experimenteller Biologie und KI, um die am besten handelbaren Ziele zu finden. Dadurch könne die Arzneimittelentwicklung präziser und vorhersagbarer werden. Algen Biotechnologies, gegründet von Chun-Hao Huang und Christine Du als Spin-off aus der Forschungsgruppe von Nobelpreisträgerin Jennifer Doudna an der UC Berkeley, ist in San Francisco ansässig. Die Firma positioniert sich als Pionier im Bereich der präzisen Therapieentwicklung, die durch die Integration von CRISPR-Technologie und KI geprägt ist. Die AlgenBrain™-Plattform ist als ganzheitliches System konzipiert, das die Entdeckung von Zielen in verschiedenen Therapiebereichen vorantreibt. Industriebeobachter sehen die Kooperation als bedeutenden Schritt in Richtung einer neuen Ära der präzisen, datenbasierten Arzneimittelentwicklung. Experten betonen, dass die Fähigkeit, kausale Beziehungen zwischen Genen und Krankheitsverläufen in menschlichen Zellen zu modellieren, die Fehlrate in der klinischen Entwicklung senken könnte. Die Partnerschaft unterstreicht zudem das wachsende Vertrauen in KI-Plattformen, die nicht nur Daten analysieren, sondern auch biologische Kausalität erkennen können. Algen ist damit Teil einer neuen Generation von Biotech-Unternehmen, die die Grenzen der klassischen Zielentdeckung verschieben.

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