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Tesla reviviert Dojo3 für künftige Weltraum-AI-Computing-Projekte

Elon Musk hat angekündigt, dass Tesla sein bisher eingestelltes Projekt Dojo3 erneut aufleben lässt – allerdings mit einem radikal neuen Ziel: Die dritte Generation des eigenen KI-Chips soll künftig für „raumgestützte KI-Computing“ genutzt werden. Dies markiert einen deutlichen Strategiewechsel gegenüber der ursprünglichen Vision, bei der Dojo als Supercomputer zur Trainingsbeschleunigung von Autopilot-Modellen auf der Erde gedacht war. Nachdem Tesla im vergangenen Jahr die Dojo-Entwicklung eingestellt und das Team um den ehemaligen Leiter Peter Bannon aufgelöst hatte – wobei rund 20 Mitarbeiter zu der neuen Firma DensityAI wechselten – scheint die Strategie nun erneut umgekrempelt zu werden. Musk begründete die Neuausrichtung mit dem Fortschritt im internen Chipentwicklungsroadmap, insbesondere der AI5-Chip-Designs, die von TSMC gefertigt werden und für autonome Fahrtechnologien sowie die Optimus-Roboter vorgesehen sind. Zudem hatte Tesla im vergangenen Sommer einen 16,5-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Samsung abgeschlossen, um die AI6-Chips zu produzieren, die sowohl Fahrzeuge als auch leistungsstarke KI-Trainingsinfrastruktur in Rechenzentren unterstützen sollen. Nun soll die nächste Generation, die AI7/Dojo3, nicht auf der Erde, sondern im Weltraum eingesetzt werden. Musk bezeichnete das Projekt als „Moonshot“ und kündigte an, dass Tesla nun erneut ein Team aufbauen werde, um das Projekt voranzutreiben. In einem Post auf X rief er direkt nach Ingenieuren, die sich an der Entwicklung „der weltweit hochvolumigsten Chips“ beteiligen wollen, und bat um drei knappe Bullet Points zu den schwierigsten technischen Problemen, die sie gelöst haben. Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der der Wettbewerb im Bereich KI und autonomes Fahren zunehmend intensiv wird. So stellte Nvidia auf der CES 2026 das offene KI-Modell Alpamayo vor, das direkt Tesla’s FSD-Software herausfordert. Musk reagierte mit der Einschätzung, dass die Bewältigung seltener, komplexer Fahr-Szenarien („long tail“) extrem schwierig sei – und äußerte sogar Hoffnung auf den Erfolg von Nvidia. Die Idee, Rechenzentren im Weltraum zu betreiben, wird von mehreren Tech-Führern diskutiert. So zeigt auch OpenAI-Chef Sam Altman Interesse an orbitalen Datenzentren. Musk hat hier einen entscheidenden Vorteil: Er kontrolliert mit SpaceX die einzigen kosteneffizienten Raketenflugsysteme, insbesondere das Starship-Projekt. Laut Axios plant er, den geplanten IPO von SpaceX zur Finanzierung einer Satellitenkonstellation zu nutzen, die kontinuierlich in Sonnenlicht verbleibt und so rund um die Uhr Solarstrom für Hochleistungsrechenleistung erzeugen könnte. Trotz der Vision bleiben erhebliche technische Herausforderungen offen – besonders die Kühlung von Hochleistungschips im Vakuum des Weltraums. Dennoch passt Musk’ Ansatz: eine kühne Idee präsentieren, dann mit Ressourcen und technologischem Druck versuchen, sie realisierbar zu machen. Seine Ankündigung ist weniger ein klarer Plan als vielmehr ein Signal: Tesla will weiterhin die Grenzen der KI-Infrastruktur neu definieren – diesmal mit Blick in den Weltraum.

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