KI-CEOs warn vor Arbeitsplatzverlusten in Einsteigerpositionen
Die CEOs von Google DeepMind und Anthropic, Demis Hassabis und Dario Amodei, haben in einer gemeinsamen Aussage auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vor den ersten Spuren einer tiefgreifenden Veränderung des Arbeitsmarktes durch Künstliche Intelligenz gewarnt. Beide bestätigten, dass bereits jetzt Einflüsse auf junior- und mittlere Positionen innerhalb ihrer eigenen Unternehmen sichtbar werden. Hassabis erklärte, dass er eine Verlangsamung bei der Einstellung von Nachwuchskräften und Praktikanten bemerke – ein Indiz dafür, dass AI zunehmend Routineaufgaben übernimmt, die früher von Einsteigern erledigt wurden. Insbesondere in Bereichen wie Softwareentwicklung und Datenanalyse zeichnete sich ein Trend ab, bei dem KI-Tools effizienter und schneller arbeiten als menschliche Mitarbeiter auf niedrigerer Qualifikationsebene. Auch Amodei, CEO von Anthropic, bestätigte seine frühere Warnung, dass bis zu die Hälfte aller Einsteigerpositionen im white-collar-Bereich durch KI gefährdet sei, und prognostizierte mögliche Arbeitslosenraten von bis zu 20 Prozent, falls keine Maßnahmen ergriffen werden. Er betonte, dass die Veränderung bereits spürbar sei: „Ich sehe es innerhalb von Anthropic – ich kann mir vorstellen, dass wir in Zukunft weniger Menschen auf der Junior- und Mittelstufe brauchen, nicht mehr.“ Beide Führungskräfte betonen, dass die Entwicklung nicht nur technologisch, sondern auch gesellschaftlich und wirtschaftlich dringend bewältigt werden muss. Ihr gemeinsamer Appell richtet sich an internationale Institutionen und politische Entscheidungsträger, um Rahmenbedingungen für eine verantwortungsvolle Entwicklung von KI zu schaffen. Sie fordern verstärkte Regulierung, internationale Kooperation und möglicherweise wirtschaftliche Interventionen wie Umschulungsprogramme oder Einkommensgarantien, um die sozialen Folgen der Beschleunigung durch KI zu mildern. Amodei warnte, dass die exponentielle Fortschrittsrate von KI in nur einem bis fünf Jahren die Fähigkeit der Gesellschaft übersteigen könnte, sich anzupassen. Die beiden CEOs sehen in der aktuellen Entwicklung nicht nur eine Bedrohung, sondern auch eine Chance, die Arbeitswelt grundlegend zu reformieren – mit einem Fokus auf menschliche Kreativität, ethische Leitlinien und nachhaltige Beschäftigung. Industrieanalysten sehen in den Aussagen der beiden CEOs eine signifikante Verschiebung im Diskurs über KI: Statt nur über technische Fortschritte wird nun zunehmend über soziale Verantwortung und strukturelle Anpassung gesprochen. DeepMind und Anthropic gelten als führende Player in der KI-Forschung, wobei DeepMind als Tochter von Alphabet seit Jahren bahnbrechende Entwicklungen wie AlphaFold und Gemini vorlegt, während Anthropic sich auf die Entwicklung sicherer und kontrollierbarer KI-Systeme spezialisiert hat. Beide Unternehmen sind daher besonders gut positioniert, um die realen Auswirkungen ihrer Technologien zu beobachten – und als Vorbild für andere Branchen zu wirken.
